Homeland, Staffel 5, Episode 11 / „Our Man in Damascus“ (**SPOILERWARNUNG**)

Update: Ab Sonntag, 3. April läuft die 5. Staffel der erfolgreichen US-Serie, für die auch am BER gedreht wurde, erstmals im deutschen Free-TV bei SAT.1.

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Carrie Mathison (Claire Danes), Saul Berenson (Mandy Patinkin) und die Teams der CIA und des BND verfolgen Spuren, um einen Anschlag in Berlin zu verhindern.

 

Sie erhalten einen Hinweis, dass der BER das Anschlagsziel sein könnte. Während das BER Terminal bereits geräumt und durchsucht wird, vermutet Carrie, dass das wahre Ziel die U-Bahn und nicht der Flughafen ist.

 

Carrie: “5 o’clock is rush hour, it’s the perfect time to hit the subway.“

Saul: “That’s good, Carrie, except BER is the target.”

Carrie: “What?”

Saul: “Federal police are evacuating terminals as we speak.”

[…]

Carrie: “Are you sure it’s the airport, Saul?”

 

Homeland zu Gast am BER

“Wir sind sehr stolz, dass wir mit HOMELAND das erste große internationale Filmprojekt waren, das den BER als Drehort nutzen durfte“, berichtet Henning Molfenter, der als Managing Director Studio Babelsberg MotionPictures die 5. Homeland Staffel co-produziert.

 

Es ist an einem nassgrauen Tag im November, kurz nach Mitternacht, auf dem Parkplatz in der BER Airport City stehen bereits zahlreiche LKW und Transporter bereit, noch herrscht nächtliche Ruhe, doch schon in ein paar Stunden werden hier über hundert Teammitglieder und Komparsen aktiv sein, um unterschiedliche Einstellungen für die US-Serie Homeland zu drehen.

 

Gedreht wurde in bereits baulich fertiggestellten Bereichen des BER, wie zum Beispiel dem Pavillon Süd und der Gepäckförderanlage. Schon Wochen im Voraus begannen die Vorbereitungen. Dreharbeiten im gesicherten BER Baustellenbereich erfordern – ebenso wie derartige Aktivitäten an den Bestandsflughäfen Schönefeld (SXF) und Tegel (TXL) – aufwändige Abstimmungen mit Fachbereichen, Partnern und zuständigen Behörden. Hierfür sind eine enge und gute Zusammenarbeit und eine regelmäßige Kommunikation zwischen allen Beteiligten besonders wichtig. Innerhalb der Flughafengesellschaft werden Dreharbeiten von uns in der Unternehmenskommunikation organisiert. Dabei sind wir auf die Unterstützung der Fachbereiche und operativen Experten, wie beispielsweise Aviation, Safety & Security, im Fall des BER auch des Geschäftsfeldes Technik & Bau usw. angewiesen. Man darf schließlich nicht vergessen, dass es bei uns vor allem darum geht, die Bestandsflughäfen SXF und TXL zu betreiben und den BER fertigzustellen. Gleichzeitig Dreharbeiten in den Tagesbetrieb einzubinden verlangt den Kolleginnen und Kollegen Einiges an Flexibilität ab.

 

  • Im November war der BER Kulisse für die US-Serie Homeland.

  • Gruppenfoto der "Spezialeinsatzkräfte" vor dem Einsatz.

  • Warten auf die nächste Klappe. Crew und Komparsen bereiten sich vor.

  • Eine weitere Einstellung wurde auf dem Willy-Brandt-Platz gedreht.

  • Bei den Dreharbeiten übernimmt das iPad die Aufgabe der Klappe.

  • Ein weiterer Drehort war die Gepäckförderanlage, die Spezialeinsatzkräfte durchsuchen.

Alle Bilder: © 2015 Showtime (Julia Terjung)

Am Drehtag selbst war es zunächst an den Requisiteuren, noch vor Sonnenaufgang den Check-in-Bereich auszustatten: Koffer, Getränkeflaschen, Zeitungen und viele andere detailgetreue Gegenstände werden drapiert. In der Zwischenzeit treffen die zahlreichen Akteure auf dem Parkplatz am BER ein, werden von uns registriert und mit Besucherausweisen ausgestattet. Die Komparsen werden vorbereitet und erhalten ihre Uniformen. Polizei, SEK, Flughafenmitarbeiter – für die Evakuierungsszene werden alle Einsatzkräfte benötigt. Pünktlich, wie im Drehplan vorgesehen, beginnen um 8 Uhr die Arbeiten am ersten Drehort: Das Licht ist eingerichtet, die Kameras stehen auf Schienen und Stativen bereit, die Komparsen sind auf Position – schon bald kann es losgehen. „Action!“ Hochkonzentriert wird eine Einstellung nach der anderen gedreht und bei Bedarf wiederholt, bis die Verantwortlichen mit dem Ergebnis zufrieden sind.

Einen ganzen Tag dreht das Team verschiedene Einstellungen an unterschiedlichen Orten im BER. Terminaleingang, Check-in-Bereich, Gepäckförderanlage, Fluggastbrücke. Später werden die Aufnahmen als CCTV-Bilder, also Livebilder von Überwachungskameras, zu sehen sein. Saul wird so von seinem Einsatzbüro aus die Räumung und Durchsuchung des Flughafens beobachten.

 

„Cut!“ Am Ende des Tages ist die letzte Einstellung pünktlich „im Kasten“. Schnell werden noch die Aufbauten und Requisiten vom Team entfernt und der Ausgangszustand wiederhergestellt. Ein außergewöhnlicher Tag geht zu Ende – Aktivitäten wie diese sieht man hier auch nicht alle Tage.

Henning Molfenter fasst den Dreh bei uns so zusammen: „Die Zusammenarbeit mit dem BER-Team war großartig und wir wurden bei der Vorbereitung und den Dreharbeiten toll unterstützt. Der BER ist aufgrund seiner Architektur, seines modernen Designs und seiner Größe perfekt geeignet als Motiv für Filmemacher […]“


 

Und auch wir freuen uns, dass alles gut geklappt hat und die aufwändigen Vorarbeiten einen reibungslosen und erfolgreichen Drehtag ermöglicht haben. Die professionelle Arbeit des erfahrenen Drehteams hat es uns dabei erleichtert.

 

Als das Staffelfinale Ende Dezember 2015 im US-amerikanischen Fernsehen ausgestrahlt wird und kurz darauf auch online (iTunes, Amazon usw.) verfügbar ist, sitzen wir gespannt vor den Bildschirmen. Wir fragen uns nicht nur, ob Carrie und Saul den Anschlag verhindern werden, sondern blicken auch erwartungsvoll auf die Einblendung der Bilder vom BER.

 

Auch die Medien sind auf die Szene aufmerksam geworden. Wir müssen schmunzeln, als wir die Schlagzeile der Bild Online lesen:

http://www.bild.de/unterhaltung/tv/homeland/flughafen-ber-in-us-serie-evakuiert-43805974.bild.html

Veröffentlicht am: 29.03.2016
von in Flughafen BER, Medienrundflug
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Sandro Kupsch

Sandro Kupsch

Sandro Kupsch hat bei der Flughafengesellschaft seine Ausbildung zum Luftverkehrskaufmann absolviert. Dabei hat er an den Flughäfen TXL und SXF selbst Flugzeuge und Passagiere abgefertigt und die komplexen Prozesse am Flughafen so hautnah erfahren. Jetzt ist er in der Pressestelle tätig und wird hier im Blog vorwiegend über luftverkehrsspezifische und operative Themen berichten und den Flughafenalltag sowie einige Besonderheiten erklären.
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