Freut ihr euch auch immer schon das ganze Jahr über auf den Sommerurlaub? Bei mir war es dieses Jahr Ende September soweit. Ich flog für eine Woche nach Rhodos, eine der griechischen Inseln im Mittelmeer.

 

Wieso gerade Rhodos? Ganz einfach: Da ich für eine Woche keine lange Flugstrecke auf mich nehmen wollte und trotzdem noch gutes Wetter mit viel Sonne genießen wollte, war Rhodos perfekt. Die Flugzeit beträgt ca. 3,5 Stunden und man erlebt noch Ende September angenehme 22-28 Grad Außentemperatur. Zudem ist das Meer von den Sommertemperaturen noch so aufgeheizt, dass man locker bei 24 Grad baden kann.

 

Allgemein gibt es zahlreiche Reiseführer, in denen unzählige Informationen zu den Sehenswürdigkeiten in Rhodos stehen. Immerhin zählt die Insel neben Kreta zu den wichtigsten touristischen Regionen in Griechenland. Doch wie soll man es innerhalb einer Woche schaffen, alle wichtigen Attraktionen zu besichtigen? Mir war es wichtig, aus meinem Urlaub keinen Besichtigungsmarathon zu machen. Ich wollte einen Mix aus Strandurlaub und Sightseeing.

 

Für diejenigen unter euch, die auch mal Lust haben die Insel Rhodos zu erkunden, habe ich meine persönlichen Highlights und Tipps zusammengestellt:

 

Die Rhodosstadt: Moderne trifft auf Tradition
Die Stadt Rhodos liegt an der Nordspitze der gleichnamigen Insel. Wer nicht genug Zeit hat sich die gesamte Stadt anzuschauen, sollte sich definitiv auf die Altstadt konzentrieren, die seit 1988 zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört. Die Altstadt liegt zum Teil auf einem Hügel und ist von einer etwa vier Kilometer langen Festungsmauer umgeben. Innerhalb der Mauern gibt es viele kleine Gassen, die zu einem Hauptplatz führen. Alle Gassen und auch der Hauptplatz sind von zahlreichen Souvenirläden, Geschäften und kleinen idyllischen Restaurants und Cafés umgeben. Die Altstadtmauern reichen bis zum Hafen.

 

  • Die Akropolis

  • Die Altstadt von Rhodosstadt

  • Ein Cafe in der Altstadt von Rhodosstadt

  • Griechische Taxis

  • Der Hauptplatz der Stadt Rhodos

  • On the road

  • St. Paulus Bucht

 

Lindos – das bekannteste weiße Dorf auf Rhodos
Lindos befindet sich ca. 55 Kilometer von der Rhodosstadt entfernt und gehört zum Pflichtprogramm. Warum? Weil es sich um ein malerisches Dorf handelt mit ca. 4000 Einwohnern, welches an einem Felsen in einem Halbkreis um die Akropolis von Lindos steht. Ganz Lindos steht unter Denkmalschutz. Viele schmale Gassen mit zahlreichen kleinen Souvenirläden bilden ein Labyrinth, in dem man, ehrlich gesagt, relativ schnell die Orientierung verliert. Trotzdem schafft man es den Serpentinenweg zu finden, der zur Akropolis führt. Es gibt auch immer wieder kurze Abschnitte des Weges, die aus Kieselstein-Mosaiken bestehen und recht glatt sind. Deshalb sollte man vorsichtig sein, es besteht Rutschgefahr. Wer sowieso nicht gut zu Fuß ist, sollte auf diesen steilen und teilweise rutschigen Weg verzichten und sich eher mit dem sogenannten „griechischen Taxi“, dem Esel, bis zum Eingang der Akropolis bringen lassen. Und glaubt mir, die Aussicht belohnt euch für den anstrengenden Aufstieg, denn man erhält einen wunderschönen Blick auf die Ostküste. Zudem hat man einen traumhaften Blick auf das Dorf Lindos, dass durch die vielen weißen Häuschen auch als „weißes Dorf“ bezeichnet wird.

 

Faliraki – Hochburg des Tourismus
Faliraki befindet sich wie Rhodosstadt und Lindos an der Ostküste, rund 18 Kilometer von Rhodosstadt und ca. 37 Kilometer von Lindos entfernt. Faliraki ist eine richtige Tourismushochburg mit zahlreichen Hotelkomplexen in Strandlage. Mit dem kilometerlangen und flach abfallenden Sand- und Kiesstrand ist Faliraki optimal für einen Strandurlaub.

 

Buchten – Ideal für Tauch- und Schnorchelfans
Eine meiner Lieblingsbuchten und absoluten Geheimtipps für Sandliebhaber ist die St. Paulus Bucht, die man von der Akropolis aus in südlicher Richtung sehen kann. Es ist eine der wenigen oder sogar die einzige Bucht mit richtigem Sandstrand. Eine Felswand sorgt auch dafür, dass es windstill ist und die Wellen nicht in die Bucht drängen.

Für Tauch- und Schnorchelfans sind vor allem die Ladiko- und die Anthony-Quinn-Bucht in der Nähe von Faliraki ein Muss. Die Buchten liegen nicht mal einen Kilometer voneinander entfernt. Vor allem die Anthony-Quinn-Bucht ist für Schnorchler reizvoll. Zwischen den vielen Felsen und Riffen kann man die Unterwasserwelt im glasklaren Wasser beobachten. Übrigens hat die Bucht den Namen von dem Schauspieler Anthony Quinn erhalten, nachdem dort Abschnitte des Films „Die Kanonen von Navarone“ gedreht wurden, in dem er die Hauptrolle spielte. Noch ein Tipp: Diejenigen unter euch, die es nicht gewohnt sind im Wasser auf Felsen zu treten, sollten sich unbedingt Wasserschuhe kaufen. So kann man sich problemlos im Wasser bewegen, ohne Angst zu haben, sich an einem Felsen zu verletzen.

 

Wie ihr sicherlich bemerkt habt, habe ich mich in meinem Rhodos-Urlaub vor allem auf die Ostküste konzentriert. Das soll aber nicht heißen, dass der Rest der Insel nicht sehenswert ist. Ganz im Gegenteil. Rhodos ist eine wunderschöne Insel mit vielen Sehenswürdigkeiten.

 

Einen letzten Tipp habe ich noch für euch: Wer wirklich was von der Insel und der Kultur sehen möchte, sollte sich ein Auto mieten und die Insel auf eigene Faust erkunden. Es ist nicht allzu teuer und hat den Vorteil, dass man selbst entscheiden kann, welche Sehenswürdigkeiten man sehen möchte.

 

Fotoquelle: Marcel Holdegel / Aleksandra Rudnik

Veröffentlicht am: 15.12.2015
von in Ganz nah, ganz fern
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Aleksandra Rudnik

Aleksandra Rudnik

Aleksandra Rudnik konnte bereits 2013 als Volontärin in der Pressestelle Flughafenluft schnuppern und unterlag sofort der Faszination Luftfahrt. Jetzt ist Aleksandra Referentin für Pressearbeit und kümmert sich um spannende Themen rund um die Airlines sowie die Flughäfen Schönefeld und Tegel. Sie schreibt Texte, ist zuständig für die eine oder andere Publikation und beteiligt sich gern an der Organisation von Presseevents. Ob Erstflug oder Passagierrekord, sie wird darüber bloggen.
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