Am 25. August war es soweit: Die Kinderspielfläche im Sicherheitsbereich von Terminal C1 am Flughafen Tegel wurde fertiggestellt. Mit diesem Beitrag möchte ich Euch unseren Weg zu diesem tollen neuen Service ein wenig näherbringen:

 

Die größte Herausforderung war es, eine geeignete Fläche zu finden. Bei einem stark frequentierten Flughafen, wie Tegel es ist, stellt allein schon dies eine nicht zu unterschätzende Herausforderung dar. Es gilt, vieles zu beachten: Fluchtwege müssen freigehalten werden, operative Prozesse, etwa die Steuerung der Passagierströme, dürfen nicht gestört werden. Das „running system“ Tegel soll ja nicht noch zusätzlich belastet werden.

 

Relativ schnell war klar: Wenn es einen Ort geben kann, dann nur innerhalb von Terminal C. Denn im Gegensatz zu allen anderen TXL-Terminals gibt es dort keine Trennwände im Wartebereich, wodurch die Flächen gut einzusehen sind und flexibel umgestaltet werden können.

 

Auch nicht ganz unwichtig: Mit airberlin fliegt von hier aus die größte Airline in Tegel zu zahlreichen Reisezielen mit vielen Familien an Bord. Gerade hier in Terminal C trifft man auch des Öfteren Familien an, die unseren Flughafen zum Umsteigen nutzen. Wo Wartezeiten entstehen, kann für Familien ein kleiner Zeitvertreib Gold wert sein. Am Ende war der erste Terminalteil (C1 genannt) unsere Wahl – hier werden ausschließlich Schengen-Flüge abgefertigt, die nach wie vor den größeren Teil unserer Verbindungen darstellen. Von Gate 38 bis 51 sitzen damit alle Familien ohne jegliche Trennwände im gleichen Terminalbereich.

 

Schließlich konnte ein frei gewordener Bereich mitten im Terminal zwischen Marché und der Augustiner-Bar für das Projekt genutzt werden. Die Wände des alten Informationsschalters der airberlin blieben stehen, denn schnell war klar, dass aus Platzgründen keine großen Kletterelemente in Frage kommen. Doch was bietet man Kindern im Alter zwischen etwa vier und zehn Jahren an, wenn schon nicht Klettern und Toben? Spannend, abwechslungsreich und doch platzsparend musste es sein.

 

 

Unsere Recherchen ergaben, dass an der Wand montierte Spiele mit beweglichen Teilen, verschiedenen Flugzeug-Motiven und Schwierigkeitsgraden eine passende Zusammenstellung sein könnten. Vom Experimentieren mit der „Europatour“, bei der ein magnetischer Spielstein zu verschiedenen Flugziele gezogen wird, bis zum Merkspiel „Flughafenpärchen“ sollte für alle Kinder etwas dabei sein. Die Spiele mussten allein, mit mehreren Kindern oder den Eltern bespielbar sein, sowie ausreichend Herausforderung und Abwechslung bieten, um auch wirklich Spaß zu machen. Ergänzt wurden die Spiele um zwölf Stoffsitzwürfel mit Flugzeugpiktogrammen und einem Bodenbelag mit Landebahnmotiv. Wir ließen die Wände neubekleben und Sitzbänke für die Eltern um die Fläche stellen. So konnten wir schließlich ein stimmiges Produkt für unsere kleinen Gäste einweihen.

 

Eine Besonderheit des Projektes war der hohe Anteil an Eigenleistung. Oftmals werden bei solchen Projekten alle Arbeiten an externe Unternehmen vergeben, in diesem Fall war das anders. Die Fläche wurde durch unsere eigenen Flughafentechniker vorbereitet, die Lichtinstallation montierten wir selbst, auch die Druckgrafiken wurden durch unsere Mediengestalterin selbst erstellt. Mit Stolz lässt sich sagen, dass unsere Mannschaft mit Herzblut und Engagement an einem Strang gezogen hat. Das Resultat kann sich sehen lassen.

 

Eine Spielfläche für kleine Weltentdecker

 

Bereits kurz nachdem wir die Fläche freigegeben hatten, stürmten die ersten Kinder die Fläche und betrachteten, was wir in den letzten Monaten vorbereitet und umgesetzt hatten. Es zeigt, dass sich die Mühe gelohnt hat, denn der Nerv der kleinen Passagiere wurde getroffen. Und das zählt. Allen Familien und vor allem den kleinen Weltentdeckern wünschen wir viel Spaß mit der neuen Fläche!

Veröffentlicht am: 18.09.2015
von in Flughäfen Schönefeld und Tegel
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Philip Friedrich

Philip Friedrich

Philip Friedrich absolvierte bei der Flughafengesellschaft ein duales Studium. Flugzeuge und -häfen – das waren schon immer seine Welt. Inzwischen ist Philip im Marketing unseres Unternehmens gelandet und u. a. für die Produktentwicklung zuständig. Innovative Ideen, aber auch kleine Verbesserungen, die das Produkt Flughafen besser machen, sind seine Kernaufgaben.
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