Meine Freunde schenkten mir zum Geburtstag etwas Großartiges und für mich Einmaliges: einen Flug mit dem Wasserflugzeug zum Schloss Hubertushöhe. Der Air Service Berlin bietet nicht nur Erlebnisrundflüge mit dem Wasserflugzeug an. Ab Schönefeld starten etwa Touren mit dem Helikopter.

 

Ende Mai dieses Jahres sollte es soweit sein. Das Wetter spielte mit: leichte Bewölkung und mäßig warme 20 Grad. An der Wasserflugstation in Berlin-Treptow wurden mein Freund und ich herzlich in Empfang genommen. Das Warten bis zum Abflug versüßten wir uns mit einem Glas Champagner und einem herrlichen Blick auf die Spree. Nach der Sicherheitseinweisung wurden uns Schwimmwesten angelegt. Und danach folgte auch schon, zusammen mit einem weiteren Pärchen, das zügige Boarding. Dies erwies sich als eine ziemlich wackelige Angelegenheit. Voll konzentriert und auf jeden Schritt bedacht, stiegen wir in das rot lackierte Flugzeug, denn ins Spreewasser wollte niemand fallen.

 

  • Kalbsrücken mit Trüffelravioli und grünem Spargel

  • Kurz nach dem Start - Blick auf den Treptower Park

  • Schloss Hubertushöhe

  • Überflug BER

  • Überflug BER

  • Überflug BER

  • Vorbereitung auf die Landung auf dem Storkower See

  • Die Wasserflugzeug-Station am Treptower Park

Anders als in den großen Verkehrsfliegern wie Airbus oder Boeing sitzt man hier recht beengt beieinander. Von digitalem „Bling-Bling“ und Hightech keine Spur. Wie sagte mein Opa (Pilot der alten Schule) immer so schön: „Kind, das sind die echten Flieger, hier muss man noch alles selbst machen.“ Genauso sehe ich das auch, in den kleinen Maschinen macht Fliegen richtig Spaß. Nachdem alle ihren Platz eingenommen hatten, verteilte der Pilot für jeden ein Headset, sodass wir während des Fluges kommunizieren konnten. Dann folgte auch schon: Anschnallen, Headset aufsetzen und ready for Take-off! Beim Start leuchteten meine Augen. Man heizt schließlich nicht alle Tage über die Spree. Knapp unter den Wolken sah man, wie wasserreich und grün Berlin und Brandenburg sind. Der Pilot zeigte uns unter anderem den Tierpark Friedrichsfelde, die Trabrennbahn Karlshorst und flog sogar mit uns über den BER, definitiv eine Sightseeingtour der anderen Art.

 

Nach circa dreißig Minuten Flugzeit erreichten wir mit einer spritzigen Landung auf dem Storkower See unser Ziel: Schloss Hubertushöhe. Auch hier gab es zur Begrüßung einen prickelnden Aperitif und man hatte die Möglichkeit, sich das Schloss von außen anzuschauen und im Garten zu flanieren. In einem alten, aber restaurierten Badehaus standen zwei liebevoll gedeckte Tische bereit. Von dort aus hatten wir einen herrlichen Blick aufs Wasser. Der Koch stellte das vorbereitete Drei-Gänge-Menü persönlich vor, unter anderem gab es Kalbsrücken mit Trüffelravioli und grünem Spargel. Jeder einzelne Gang war eine Augenweide und schmeckte zudem sehr lecker.

 

Nach gemütlichen zweieinhalb Stunden am See flog uns der Pilot sicher zurück zum Treptower Park. Wie nach einer bestandenen Prüfung erhielten wir eine Urkunde – eine nette Idee und schöne Erinnerung. Ein lang gehegter Traum ging für mich in Erfüllung und ein unvergesslicher Tag neigte sich dem Ende.

Vielen Dank an meine lieben Freunde!

Veröffentlicht am: 18.08.2015
von in Ganz nah, ganz fern
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Susann Radecke

Susann Radecke

Susann Radecke ist dem Flughafen Schönefeld bereits seit über 10 Jahren treu. Durch ihre Ausbildung zur Luftverkehrskauffrau wurde ihr Interesse zum Tourismus und der Luftfahrt noch mehr geweckt. Daher schreibt sie im Blog überwiegend über Reisethemen. In der Pressestelle kümmert sich Susann u.a. um die Terminkoordination des Pressesprechers Ralf Kunkel, die Organisation von Dreh-, Foto- und Kundenanfragen.

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