Wüste, Schnee, Wasserfälle, Kletterfelsen, Sandstrände, Hochhäuser, Zirkus und Zeltplätze – in diesem Urlaub war fast alles dabei. Extreme Landschaften und tolle Städte verbunden mit dem Gefühl, eigentlich Zuhause zu sein (schließlich kennt man bereits vieles aus dem Fernsehen und spricht die Sprache). Die Rede ist natürlich von den USA, genauer gesagt Kalifornien. Hier habe ich mit meiner Familie knapp vier Wochen in Apartments und im Wohnmobil verbracht. Ein wirklich toller Urlaub – von dem ich gerne ein paar Eindrücke hier im Blog weitergebe.

 

Da sich uns letztmalig die Gelegenheit bot, außerhalb der Schulferien zu verreisen, stand schnell fest, dass der Urlaub im Jahr 2015 gerne etwas weiter weg führen darf. Die Wahl fiel schließlich auf die USA, weil wir dort in der Nebensaison Ziele wie das Death Valley besuchen konnten, die während der Sommerferien doch etwas zu heiß wären und in halbwegs überschaubaren Distanzen Großstadt bis Natur zur Auswahl hatten. Sehr praktisch ist es natürlich, dass man sich mit englischen Sprachkenntnissen gut im Land bewegen kann und vor allem den Urlaub gut vorab planen kann.

 

Dazu muss ich sagen, dass ich Urlaube immer sehr gründlich plane. Das heißt nicht, dass ich nicht gerne vor Ort entscheide, wo ich als nächstes hinfahre. Aber die Lektüre von Reiseführern und Reiseportalen, das Studieren von Preisvergleichsseiten und anderen Onlineangeboten mehr, nimmt bei mir vorab – leider, muss ich sagen – immer viel Zeit in Anspruch. Für die USA hieß das: Flüge, Wohnmobile und Apartments vergleichen, lauter tolle Sehenswürdigkeiten gegeneinander abwiegen, die Route festlegen und dann die entsprechenden Fahrzeuge und Unterkünfte buchen. Ehrlich gesagt hatte ich mir das etwas anders vorgestellt. Denn nachdem klar war, dass ein großer Teil unserer Zeit im Wohnmobil verbracht werden sollte, dachte ich, dass wir dann spontan vor Ort entscheiden, wohin wir fahren. Leider belehrten mich die Erfahrungen der anderen Reisenden etwas Besseren. Denn einige beliebte Ziele, wie der Yosemite Nationalpark, sind so begehrt, dass mit Öffnen des Buchungsfensters meist fünf bis sechs Monate vorher, die Zeltplätze innerhalb von Sekunden belegt sind. Hat man ein paar solch beliebt Ziele erst mal ausgewählt, muss nur noch der Weg dazwischen geplant werden und die Route steht dann mehr oder weniger fest. Nicht gerade spontan, aber vielleicht mit Kindern auch ganz praktisch.

 

  • Die Golden Gate Bridge in San Francisco bevor sie im Nebel versank

  • In Kurven steil nach unten: die Lombard Street

  • Seelöwen auf den Pontons in Fishermans Wharf

  • Im Mai war es in Kalifornien sehr trocken

  • Auf dem Alamo Square mit Blick auf Downtown San Francisco

  • Die Fahrt geht los: Typischer Blick aus dem Fenster

  • Wasserfall im Yosemite Nationalpark

  • Im Mirror Lake spiegeln sich die Berge

  • Überraschender Schnee bei der Ausfahrt aus dem Yosemite Park

  • Camping Platz in Carmel in der Nähe von Monterey

  • Das Aquarium in Monterey ist eins der besten der Welt

  • In Point Lobos haben die Seehunde gerade Nachwachs bekommen

  • Alte Walfängerhütte an der Küste

  • Mit dem Wohnmobil den Highway 1 nach Süden runter

  • Die Küstenredwoods sind ganz schön hoch

  • Beliebtes Fotomotiv in Big Sur

  • Die Fischotter wollten leider nicht mit aufs Foto

  • Camping Platz mit Aussicht in Kirk Creek

  • Auch den Sonnenuntergang will man am Pazifik nicht verpassen

  • Bei San Simeon tummeln sich die Seeelefanten

  • In der Mitte unser Wohnmobil im Red Rock Canyon State Park

  • Spaziergang mit Joshua Tree

  • Ins Death Valley geht es steil bergab

  • Dünen im Death Valley

  • Paris ist auch in Las Vegas

  • Fels im Joshua Tree National Park

  • Lagerfeuer in den immer vorhandenen Feuerringen

  • Chuckwallas sind etwas größer als die Eidechsen bei uns

  • Oase bei Thousand Palms

  • Venice Beach: Bevorzugter Aufenthaltsort in LA

  • Pflichtprogramm: Die Abdrücke der Stars vor dem Chinese Theatre

  • Das Pier in Santa Monica

  • Sehen und gesehen werden am Ocean Front Walk und beim Skaten

  • Fast wie bei Baywatch

  • Letzter Abend am Strand von Los Angeles

 

Kurz zu unserer Route: Wir sind von Tegel mit airberlin über Chicago nach San Francisco geflogen. Nach vier Nächten in San Francisco ging es dann mit dem Wohnmobil zum Yosemite Nationalpark, wieder zurück an die Küste, den Highway 1 runter von Monterey bis Morro Bay. Dann wieder einen Schlenker zurück ins Inland über den Red Rock Canyon State Park und die Alabama Hills ins Death Valley und von dort nach Las Vegas. Nach der Fahrt durch die Mojave Wüste und einem Stop im Joshua Tree Park endeten wir in Los Angeles. Der Flug zurück ging wieder mit airberlin, diesmal über Düsseldorf bis Berlin.

 

Einer der Höhepunkte war sicherlich San Francisco, eine Stadt, die selbst für verwöhnte Berliner mehr als attraktiv ist. In Los Angeles dagegen fand ich die typischen Sehenswürdigkeiten wie Hollywood nur mäßig spannend, dafür lockte hier der endlos lange Sandstrand mit Baywatch-Atmosphäre. Das hat schon was. Landschaftlich ist der Highway 1 kaum zu toppen. Die Straße an der Steilküste bietet immer wieder neue atemberaubende Aussichten und an fast leeren Stränden Sanddollars sammeln oder Fischottern beim Schwimmen zusehen, würde ich gerne öfters machen. Kurios war, dass wir im Yosemite Nationalpark einen Temperatursturz auf Minusgrade erlebten und fast im Schnee stecken geblieben sind und es uns im Death Valley fast zu kalt gewesen ist. Hier hatte der eigentlich sehr trockene Frühling in Kalifornien ein paar Kapriolen geschlagen. Nicht ganz das Richtige mit Kindern ist Las Vegas. Spielen darf man dann nur um Papierchips, die man gegen Süßigkeiten eintauschen kann. Trotzdem kann man mit Vulkan, Zirkus, Jahrmarktspielen, Darth-Vader-Doubles und einigen Absurditäten mehr seinen Spaß haben. Sehr gut gefallen haben mir auch die Felsformationen und Wüstengewächse im Red Rock Canyon State Park und Joshua Tree. In beeindruckender Kulisse zwischen Felsen am Picknicktisch frühstücken oder abends Feuer machen vermittelt Wild-West-Romantik. Und auch das Reisen im Wohnmobil hat unabweisbare Vorteile: Kühlschrank, Bad und bequemes Bett sind immer dabei.

 

Noch ein Hinweis zur Anreise: Für die Eltern ist ein Langstreckenflug anstrengender als für die Kinder. Solange die nämlich im fernsehfähigen Alter sind, sorgt die Bordunterhaltung und vielleicht noch ein Geschenk wie ein Stickerbuch für Abwechslung.

 

Einziger Nachteil der Reise: Es bleiben kaum noch Urlaubstage für den Sommer übrig. Ansonsten: Unbedingt ausprobieren.

 

Veröffentlicht am: 30.07.2015
von in Ganz nah, ganz fern
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Verena Heydenreich

Verena Heydenreich

Verena Heydenreich ist schon eine gefühlte Ewigkeit in der Pressestelle der Flughafengesellschaft. Zumindest so lange, dass sie den BER buchstäblich aus der Erde hat wachsen sehen. Über die Genehmigung zum Ausbau, den ersten Spatenstich und das Terminal-Richtfest hat sie das Entstehen des neuen Flughafens für die Hauptstadtregion miterlebt und vor allem für die verschiedensten Publikationen darüber geschrieben. Aktuelles Lieblingsthema: Krisenkommunikation. Die Berlinerin seit 1998, die nirgends wo anders leben möchte, findet Flughäfen vor allem spannend, weil sie ein wichtiger Motor für die Entwicklung der Stadt sind. Was sie alles bloggen wird, weiß sie heute auch noch nicht.
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