von Nancy Schultz

Seit letztem Jahr ist es Bestandteil unserer Umlandarbeit: ein unternehmensweites Corporate Volunteering Programm. Was heißt das genau? Übersetzt mit „betriebliche Freiwilligenprogramme“ meint das den Einsatz von Mitarbeitern für gemeinnützige Zwecke, die über das eigentliche Kerngeschäft eines Unternehmens hinaus gehen. Bei uns gestaltet es sich so, dass wir zwei bis drei Mal im Jahr bei Projekten in der Nähe der Flughäfen Unterstützung leisten – und das mit Hand und Fuß.

 

Die Wetteraussichten für den 11. Juni konnten nicht besser sein: Sonne, blauer Himmel und 26 Grad. So machten wir zwölf Kolleginnen und Kollegen der Flughafengesellschaft uns auf den Weg zum Zirkus Cabuwazi am Standort in Berlin-Altglienicke. Der Weg war kurz. Nur sechs Minuten ist der Kinder- und Jugendzirkus vom Flughafen Berlin-Schönefeld entfernt. So manch einer drohte dem anderen bei der Fahrt „ach Du kommst zu den Löwen in den Käfig“. Pustekuchen, denn Cabuwazi ist ein tierfreier Zirkus und konzentriert sich auf Artistik. Angekommen im Zirkus wurden wir sehr herzlich vom Leiter Tobias Lippek und seinem Team empfangen. Sie zeigten uns den Platz, das große Zelt und unseren Arbeitsort für die nächsten acht Stunden: die Fläche hinter dem Zelt. Ein riesiges Sonnensegel soll aufgebaut werden, damit die Kinder zukünftig mehr Platz zum Trainieren haben und der ganze Bereich etwas ansehnlicher wird.

 

  • Die Truppe steht hinter Zirkusdirektor Tobias Lippek

  • Bei der Arbeit für den Zirkus Cabuwazi

  • Die Helfer posieren im Schweiße ihres Angesichts

  • Corporate Volunteering kann ganz schön anstrengend sein

 

Doch bevor es richtig los ging: aufwärmen und alle Körperteile bewegen, kleine artistische Übungen, Kaffee zur Stärkung und die Einteilung der Mitarbeiter in drei verschiedene Workshops. Nach der Gruppenfindung fiel der Startschuss: Das erste Team traf alle Vorkehrungen für das Sonnensegel: Baumstämme an den richtigen Ort bringen, Befestigungen in den Boden stampfen und Seile ordnen und spannen. Derweil kümmerten sich die anderen beiden um die drei Paletten voller Steine, die im Weg standen und umgelagert werden mussten. Was aussah, als wäre es in 20 Minuten erledigt, dauerte letztendlich den ganzen Vormittag.

 

Zeit für Frühstück im Schatten vorm großen Zirkuszelt. Danach warteten die letzten Steine darauf, verlegt zu werden und parallel dazu wurde die Feuerstelle ebenso versetzt bzw. an anderer Stelle neu erschaffen. Puh. Was für ein Ergebnis am Vormittag.

 

Zeit für eine größere Pause und eine kräftige Stärkung. Pizza, Cola und Eis waren genau das Richtige, um neue Energie für die Aufgaben am Nachmittag zu tanken. Das Sonnensegel wartete, endlich gespannt zu werden. Wir brauchten alle drei Teams zusammen, um die nötigen Seitenpfähle zu stemmen und in die richtige Position zu richten. Es dauerte nicht lang und das Gerüst fürs Segel stand. Das Segel spannen selbst übernahm der Profi von der Fachfirma. Doch wie sollen die Kinder darunter trainieren, wenn auch noch 27m³ Mutterboden im Weg liegen!? Was wenig klingt, war in Wahrheit schon ein ganz schöner Berg, im wahrsten Sinne des Wortes.

Also hieß es nun für alle zugleich: an die Schippen, Spaten sowie Schubkarren und fertig, los. Zwischendurch gab es noch eine kurze Erfrischung im Bassin oder am Wasserschlauch. Pünktlich und im Zeitplan war alles geschafft und immer noch hatten alle beste Laune.

 

Ein Resümee in Kurzform: viel Arbeit, viel Sonne, eine Menge Spaß und nette Kollegen, die an dem Tag so Einiges beim Zirkus bewegen konnten. Ein großer Dank gilt all den Mitarbeitern, die mitgemacht haben und dem Team um Tobias Lippek für die tolle Organisation dieses Tages. Wir waren rundum bestens versorgt und hatten eine Menge Spaß! Unser Corporate Volunteering Programm wird auf jeden Fall fortgesetzt. Also packen wir auch demnächst bei einem Projekt in unserer Nachbarschaft wieder an.

 

Hier noch einmal das Video vom Corporate Volunteering beim Zirkus Cabuwazi.

Veröffentlicht am: 26.06.2015
von in Umwelt und Umland
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gastautor

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Egal, ob freie oder ehemalige Mitarbeiter, Kollegen aus anderen Abteilungen, Freunde des Flughafens oder ‚Flinke Federn‘ im Allgemeinen – unter der Kennung "Gastautor" schreiben alle, die nur sporadisch über den BER bloggen. Neue Perspektiven und ungewöhnliche Geschichten liefern Abwechslung für den Blog.
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