von Katja Schilling

Brandenburg an der Havel ist in diesem Jahr nicht nur BUGA-Standort sondern gleichzeitig südlicher Ausgangspunkt der BUGA 2015 in der Havelregion, die erstmalig an insgesamt fünf Orten stattfindet. Auf insgesamt 16,5 Hektar Fläche und drei BUGA-Arealen wird hier einiges geboten: farbenfrohe Blütenarrangements in Hülle und Fülle, weitläufige Parkanlagen, abwechslungsreiche Spielplätze und eine Stadt mit Historie, die es zu entdecken gilt. Als Brandenburgerin mit BUGA-Dauerkarte komme ich quasi jederzeit in den Genuss, die vielen Freizeitangebote, Veranstaltungen sowie die ständig wechselnde Blumen- und Pflanzenpracht zu erleben. Nur eine Auto- oder Zugstunde von Berlin entfernt ist die BUGA in Brandenburg jedoch auch ideales Ziel für einen erlebnisreichen und gelungenen Tagesausflug.

 

Ehemals Schiffswerft heute BUGA-Gelände – der Packhof

Auf dem Packhof ist die maritime Historie des Areals Grundlage des BUGA-Konzeptes. Fünf stilisierte BUGA-Pflanzschiffe, die allesamt die Namen von Schiffen tragen, die einst in der Werft am Standort gebaut wurden und noch heute in der Region unterwegs sind, beherbergen insgesamt 33 Themengärten. In diesen werden diverse Pflanzen, Materialien und Gartenbaustile kombiniert, vorgestellt und mit künstlerischen Aspekten verbunden präsentiert. Blumenliebhaber und Gartenbesitzer finden hier Inspiration en masse. Die abwechslungsreichen Themengärten können im wahrsten Sinne des Wortes mit allen Sinnen erlebt werden. Sie sind begeh- und erlebbar. So kann meine Dreijährige zum Beispiel ihre Füße nicht aus den Wassern des Betongartens und ihre Hände nicht von den Asiatischen Koi-Karpfen lassen. Die Rasenflächen entlang des Uferwegs laden zum Sitzen, Relaxen oder auch Picknicken ein.

 

Blumenschauen in St. Johannis

Die Hülle der im zweiten Weltkrieg bei einem Luftangriff zerstörten ehemaligen Klosterkirche St. Johannis wurde rechtzeitig zur BUGA saniert und in einen Veranstaltungsort umgewandelt. Während der BUGA finden insgesamt 16 Blumenschauen in der Kirche statt. Das lichte Gebäude gibt den Inszenierungen einen besonderen Rahmen.

 

 

  • Blick auf die Parkanlage des Marienbergs

  • Auf Rosenrad auf dem ehemaligen Wasserbehälter II werden Rosen vielfältig präsentiert.

  • Abwechslungsreiche Spiellandschaft: Der Schatz des Marienberg

  • Abwechslungsreiche Spiellandschaft: Der Schatz des Marienberg

  • Blick vom Südaufgang zur Friedenswarte auf dem Marienberg

  • Packhof: Themengarten des Verbandes für Betonmarketing

  • Packhof: Die Themengärten sind erleb- und begehbar

  • BUGA für Kinder: Überdimensionale Bausteine am Packhof

  • Packhof: Blick über das Packhof-Areal mit Skyliner im Hintergrund

  • Packhof: Fünf stilisierte Pflanzschiffe präsentieren 33 Themengärten.

  • Spielplatz am Havelufer auf dem Packhof

  • Skyliner: Aus 72 Metern Höhe auf die BUGA, Brandenburg und das Umland schauen.

  • Blick vom Skyliner: Brandenburg, die Jahrtausendbrücke und das Packhof-Gelände

  • Blick auf die Kirche St. Johannis vom Heine-Ufer aus. Davor BUGA-Fähre auf der Havel.

 

Hinauf auf den Marienberg

Zu Fuß oder mit der BUGA-Bimmelbahn geht es auf die höchste Erhebung der Stadt Brandenburg: den Marienberg. Die großflächige Parkanlage direkt im Herzen der Stadt ist seit jeher Erholungsstätte und beliebtes Ausflugsziel. Für die BUGA wurden weite Bereiche des Geländes, wie die Rosenpergola im Nordwesten des Areals, der zentral gelegene Weinberg oder die Freilichtbühne, liebevoll saniert. Ergänzend wurden neue Elemente geschaffen. Zwei nicht mehr genutzte Wasserbehälter haben beispielsweise eine neue Funktion erhalten. Sie wurden umgestaltet und überpflanzt. Auf einem wurde ein Heidegarten angelegt, auf dem anderen werden Rosen in Form eines Rosenrades präsentiert. Besucher, die dem um den Berg führenden Panoramaweg folgen, werden die Schönheit des Areals schnell für sich entdecken. Ein Muss ist auch ein Besuch der 32,5 Meter hohen Friedenswarte. Wer die 180 Stufen erklommen hat, wird mit einem schönen Blick über die Stadt Brandenburg belohnt.

 

BUGA für Kinder

Das Highlight für Kinder sind die zahlreichen Spielplätze und Spielmöglichkeiten auf den BUGA-Arealen. Auf dem Packhof locken nicht nur der direkt an der Havel gelegene Spielplatz, sondern auch überdimensional große Legobausteine, eine „Kuh“, an der Kleine und Große ihre Melkkünste beweisen können sowie über das gesamte Areal hinweg verteilte Freizeitelemente. Der Erlebnisspielplatz auf dem Marienberg steht unter dem Motto Schatz des Marienberges. Und der Name ist Programm. Groß und facettenreich bietet er Spiel- und Klettermöglichkeiten für alle Altersstufen. Weitere öffentliche Spielplätze gibt es jeweils in der Nähe des Nord- und Südaufgangs des Marienbergs bzw. am Heine-Ufer auf dem Weg zwischen Parkplatz und Packhof-Gelände.

 

Öffnungszeiten

In den Monaten bis Ende September ist die BUGA bis 19.00 Uhr geöffnet. Das bedeutet aber jedoch, dass der letzte Einlass jeweils um 19.00 Uhr erfolgt. Besucher können die Flächen bis Einsetzen der Dämmerung besuchen und genießen. Da lohnt sich sogar das Feierabendticket.

 

Skyliner

Der höchste mobile Aussichtsturm der Welt mit rundumverglaster Aussichtsplattform erlaubt bei schönem Wetter eine bis zu 30 km weite Sicht. Die Standorte des Skyliners wechseln, in Brandenburg wurde er bereits wieder abgebaut, ab dem 14. Juni 2015 wird er in Rathenow stationiert sein.

 

Die Stadt Brandenburg entdecken

Die BUGA-Flächen liegen zentral in der Stadt. Ein Besuch von Dominsel, Altstadt und/oder Neustadt kann fußläufig problemlos und spontan in einen Besuch integriert werden. BUGA-Besuchern empfehle ich – als Brandenburgerin nicht ganz unvoreingenommen – etwas mehr Zeit einzuplanen, ein wenig von der offiziellen BUGA-Route abzuweichen und sich auf einen beschaulichen Spaziergang durch die 1.000-jährige Stadt, die Wiege der Mark Brandenburg und Loriots Geburtsstadt, zu machen. Ein möglicher kombinierter Rundgang könnte zum Beispiel sein: Besuch des BUGA-Packhof-Areals; Spaziergang über die Dominsel und Besuch des Brandenburger Doms, der in diesem Jahr sein 850. Jubiläum feiert; weiter entlang des Grillendamms mit seinen Raritäten den Sympfzypressen in Richtung Fischufer zwischen Dom und Mühlentorturm zum Neustädtischen Markt; von dort die Hauptstraße oder eine der Nebenstraßen zurück zur Jahrtausendbrücke, also in Richtung Havel; Verschnaufpause am Heine-Ufer; von dort zur Kirche St. Johannis und anschließend durch den Humboldthain zum Südaufgang des Marienberges. Weitere Empfehlungen für den Brandenburg-Aufenthalt sind unsere zahlreichen Kirchen, das Pauli-Kloster, das Industriemuseum, die Altstadt sowie das Slawendorf.

 

Anreise

Brandenburg ist ab Berlin gut mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln sowie mit dem Auto zu erreichen. Der Regionalexpress fährt zweimal stündlich. Am Brandenburger Hauptbahnhof kann in die Straßenbahn umgestiegen werden. Wer mit dem Auto anreist, folgt der Beschilderung BUGA-Route, die zum Parkplatz Wiesenweg und weiter in Richtung Norden auch zu den anderen BUGA-Standorten führt. Vom Parkplatz geht es zu Fuß über und entlang der Havel oder per BUGA-Fähre zum Packhof oder St. Johannis und von dort zum Marienberg. Mehr zur Anreise und Anreisemöglichkeiten mit dem Fahrrad, Boot oder Wohnmobil finden Sie hier.

Veröffentlicht am: 11.06.2015
von in Ganz nah, ganz fern
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gastautor

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Egal, ob freie oder ehemalige Mitarbeiter, Kollegen aus anderen Abteilungen, Freunde des Flughafens oder ‚Flinke Federn‘ im Allgemeinen – unter der Kennung "Gastautor" schreiben alle, die nur sporadisch über den BER bloggen. Neue Perspektiven und ungewöhnliche Geschichten liefern Abwechslung für den Blog.
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