Filmfans, aufgepasst! Vom 11. bis 21. Februar ist es wieder soweit: Zum 66. Mal finden in Berlin die Internationalen Filmfestspiele statt. Unter dem Motto „Das Recht auf Glück“ werden auf der Berlinale insgesamt 434 lange und kurze Filme aus aller Welt gezeigt. Im offiziellen Wettbewerb laufen davon 23 Filme. Frühaufsteher können bereits ab 9.00 Uhr Filme schauen. 22.30 Uhr steht die späteste Vorstellung im Programm. Jeden Tag laufen internationale Stars und Promis über den Roten Teppich und versprühen einen Hauch von Hollywood am Potsdamer Platz. Doch was schaut man sich bei der ganzen Auswahl an?

 

Wettbewerb

© visitBerlin - Tanja Koch

© visitBerlin - Tanja Koch

Mit etwas Glück ergattert man sich Tickets für einen der 23 Filme im „Wettbewerb“. Eröffnet wird die Berlinale mit dem neuen Film der Coen-Brüder „Hail,Caesar“, der sein Publikum hinter die Kulissen von Hollywood führt. Der US-Film startet aber auch ganz regulär am 18. Februar in den deutschen Kinos. Richtig viel Sitzfleisch braucht man für den philippinischen Film „Hele Sa Hiwagang Hapis“, der sage und schreibe acht Stunden dauert. Eine echte cineastische Herausforderung also. Auch das Thema Flüchtlinge spielt eine Rolle im Wettbewerb. „Soy Nero“ aus dem Iran und der italienische Dokumentarfilm „Fucoammare“ nehmen dazu Stellung. Wer sich gern nach China träumt, dem sei die Odyssee in den chinesischen Alltag „Chang Jiang Tu“ ans Herz gelegt. Der einzige deutsche Film im Wettbewerb ist „24 Wochen“, der von der Entscheidung eines Paares über das Schicksal ihres ungeborenen, kranken Kindes handelt. Mehr deutsches Kino gibt es in der Nebensektion „Perspektive Deutsches Kino“ zu sehen.

 

Panorama
So ein Filmfestival ist auch immer eine kleine Reise um die Welt. Allein in der Reihe „Panorama“ werden 51 Filme aus 33 Ländern gezeigt. Aus Lateinamerika wurden fünf Filme ausgewählt, darunter der brasilianische Streifen „Mãe só há uma“, in dem ein Babydiebstahl aufgearbeitet wird und der chilenische Film „Nunca vas a estar solo“, in dem ein Vater Rückhalt sucht, als sein Sohn einem Verbrechen zum Opfer fällt. Asien-Fans dürfen sich auf Filme aus Südkorea und China freuen. Vertiefende dokumentarische Einblicke in die koreanische Welt geben „The Lovers and the Despot“ und „Weekends“, der die Fortschritte der schwulen Emanzipationsbewegung aufzeigt. Ein weiterer Babydiebstahl mit Bezug auf das neue China der Mittelklasse spielt in „San Fu Tian “ eine Rolle.

 

Forum

© visitBerlin - Susann Steudtemann

© visitBerlin - Susann Steudtemann

Wer sich für Filme aus dem arabischen Raum interessiert, der ist in der Berlinale-Sektion „Forum“ gut aufgehoben. Zwischen Ägypten und Saudi-Arabien beschäftigen sich die oft jungen Filmemacher mit Gegenwart und Geschichte ihrer Heimat. In „A Magical Substance Flows into Me“ geht es um die musikalische Vielfalt der Region Palästina. In dem Spielfilm „Akher ayam el madina“ streift der Hauptdarsteller durch seine Heimatstadt Kairo. „Makhdoumin“ ist eine Dokumentation über Dienstmädchen im Libanon.

 

Special Screening: David Bowie
Musikfans dürfen sich freuen: An den kürzlich verstorbenen David Bowie wird mit einer Spezial-Vorführung gedacht. Gezeigt wird der zum Klassiker gewordene Kultfilm „The Man who fell to Earth“, der 1976 im Wettbewerb der Berlinale lief. Man kann Nicolas Roegs Science-Fiction-Film als bebilderte Fortsetzung von David Bowies Alben verstehen. Leider gibt es nur eine Vorführung im Friedrichstadtpalast (12.02., 21.00 Uhr).

 

TV-Serien
Auch TV-Serien kann man auf der Berlinale sehen. Absolutes Highlight hier: Die zweite Staffel des „Breaking Bad“-Ablegers „Better Call Saul“. Der Spin-off von „Breaking Bad“ zeigt das umtriebige Vorleben von Walter Whites schlagfertigem Anwalt Saul und dessen Verwandlung in einen Strafverteidiger, der seinen kriminellen Klienten in nichts nachsteht. Außerdem vielversprechend klingt die Serie „Love, Nina“, die im London der Achtziger Jahre spielt.

 

Ticketverkauf
Ab 8. Februar gibt es Karten für die Berlinale. Tickets können jeweils drei Tage im Voraus erworben werden, für die Wettbewerbsfilme vier Tage im Voraus. Am Tag der Vorstellung sind Tickets nur an den Tageskassen der Kinos erhältlich. Tickets können an verschiedenen Vorverkaufsstellen und über das Internet erworben werden. Weitere Infos unter: www.berlinale.de

Veröffentlicht am: 08.02.2016
von in Medienrundflug
Schlagwörter: , , , | 1 Kommentar
Katrin Knauth

Katrin Knauth

Katrin Knauth betreut seit 2007 als freie Redakteurin verschiedene Flughafen-Publikationen. Für den Blog schreibt sie über neue Ziele, Reisen mit Kindern und Berliner Kulturthemen. Sie liebt das Schreiben ebenso wie das Reisen. Ihr Lieblingsreiseziel: Südostasien.
This entry was posted in Medienrundflug and tagged , , , . Bookmark the permalink.

Kommentare (1)

  1. Johannes schrieb am 9. Februar 2016:

    Ich freue mich so richtig auf den neuen Coen-Brüder Film, das beste bei dem Wetter. Ich liebe ‚The Big Lebowski‘, ‚Fargo‘ und ‚No Country for Old Men‘. Zu lesen, dass es nur einen deutschen Film im Wettbewerb gibt, ist traurig, aber leider ist der deutsche Film einfach zu langweilig.

    Für mich beispielhaft: Vergleicht man ‚Die Stadt und die Macht‘ mit ‚Borgen‘ aus Dänemark, sieht man sofort, dass in Deutschland einfach frische Ideen fehlen.

    Ich will nicht meckern, wünschte mir nur tolle Produktionen aus Deutschland.

    Johannes

    http://freiberufler.online

Kommentar hinzufügen

Mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.

*

Ähnliche Artikel