von Katja Schilling

Brandenburg ist immer eine Reise wert! In diesem Jahr jedoch mehr denn je, denn vom 18. April bis zum 11. Oktober findet die BUGA 2015 in der Havelregion statt. Das blaue Band der Havel ist das verbindende Element der fünf BUGA-Standorte Brandenburg an der Havel, Premnitz, Rathenow, Amt Rhinow/Stölln und der Hansestadt Havelberg. Besucher werden schnell entdecken, wie allgegenwärtig die Havel ist und wie sie zum Erlebniswert dieser besonderen Bundesgartenschau beiträgt. Insgesamt 1.000.000 blühende Pflanzen, 50 Themengärten, 53 Hektar Parkanlagen, 32 Blumenschauen in zwei historischen Kirchen, 1.000 kulturelle Veranstaltungen sowie zahlreiche neue und spannende BUGA-Spielplätze warten an den fünf BUGA-Standorten darauf entdeckt und erlebt zu werden.

 

Reisetipp
Wer plant, die BUGA zu besuchen, sollte Zeit mitbringen. Denn neben den fünf BUGA-Standorten mit all ihren Angeboten und blumigen Faszinationen, empfiehlt es sich hier und da vom Weg abzuweichen, um die Natur der Havelregion mit ihren vielen Rad- und Wasserwegen kennenzulernen.

 

BUGA-Auftakt
Das BUGAERWACHEN, eine einstündigen Multimedia-Show an und auf der Havel, findet am Vorabend der BUGA in Brandenburg an der Havel statt. Am 18. April ist es dann endlich soweit und alle fünf Standorte öffnen ihre Tore mit verschiedenen Veranstaltungen und Themen.

Mehr: BUGA Veranstaltungen

 

BUGA-Standorte
Jeder BUGA-Standort kann von Brandenburg an der Havel in Richtung Havelberg oder umgekehrt oder auch einzeln besucht werden. Die Besichtigung eines großen und eines kleinen Standortes (zum Beispiel die Hansestadt Havelberg und das Amt Rhinow/Stölln) an einem Tag sind durchaus machbar. Da aber die einzelnen Städte sowie deren Umgebung ebenfalls über einen hohen Erlebniswert verfügen, empfehle ich, für jeden Standort einen Tag einzuplanen. Zum anstehenden Auftakt der BUGA 2015 starten wir mit einem Überblick aller Standorte, der hoffentlich Lust nach mehr weckt.

 

Brandenburg an der Havel
Südlicher Ausgangspunkt der diesjährigen Bundesgartenschau ist die 1.000 Jahre alte Domstadt und Loriots Geburtsstadt Brandenburg an der Havel. Hier kann die BUGA auf zwei Arealen und insgesamt 16,5 Hektar erlebt werden. Der Marienberg – die größte, höchste und zentralste Parkanlage der Stadt mit Freilichtbühne, Weinberg und Aussichtsturm (Friedenswarte) – sowie das ehemalige Werftgelände und direkt an der Havel gelegene Packhof-Areal mit insgesamt 33 Themengärten laden zum Entdecken ein. Besonderes Highlight und dritter Ausstellungsbereich der Stadt ist die am Salzhofufer gelegene Ruine der im Zweiten Weltkrieg zerbombten ehemaligen Klosterkirche St. Johannis. Während der BUGA bildet sie die Kulisse für insgesamt 16 Hallenschauen. Auch die Übergänge zwischen den BUGA-Arealen wurden teilweise neu angelegt, erweitert oder um Attraktionen bereichert. Im Humboldthain, einem Verbindungsstück zwischen dem Marienberg und der St. Johanniskirche, werden zu Ehren Loriots und in Anlehnung an seinen Sketch über den „Wilden Waldmops“ die Plastiken von acht gehörnten Waldmöpsen, aufgestellt. Vom BUGA-Gelände ist es nur einen Katzensprung in die Altstadt, Neustadt oder auf die Dominsel.
Mehr: BUGA in Brandenburg an der Havel

 

 

Der Marienberg in Brandenburg an der Havel © BUGA-Zweckverband
Der Marienberg in Brandenburg an der Havel © BUGA-Zweckverband

 

Premnitz

Zwischen Brandenburg und Rathenow liegt die Kleinstadt Premnitz. Energie, nachwachsende Rohstoffe und in Lebensqualität umgewandelte Industriegebiete sind die Themen der Stadt, die auch die zwei insgesamt 3,3 Hektar umfassenden BUGA-Areale bestimmen. Ob im Grünzug oder an der Uferpromenade: Die BUGA in Premnitz ist direkt mit der Havel verbunden. Höhepunkte an der Uferpromenade sind die zehn Meter hohe Aussichtsplattform direkt am Fluss, das Band der Spiele für Jung und Alt sowie der Naturerlebnispfad des ufernahen Auenwalds.
Mehr: BUGA in Premnitz

 

Bepflanzte Ente am Premnitzer Ufer © BUGA-Zweckverband
Bepflanzte Ente am Premnitzer Ufer © BUGA-Zweckverband

 

Rathenow

Die wirtschaftliche Entwicklung Rathenows, auch Stadt der Optik genannt, ist eng mit der Entwicklung der optischen Industrie verbunden. Die Stadt liegt im Zentrum des BUGA-Bandes 2015. Die beiden BUGA-Areale Optikpark und ein großer Teil des Weinbergparks mit zusammen 24,2 Hektar Fläche sind durch die 348 Meter lange Weinbergbrücke verbunden. Im Optikpark ist der Name Programm. Der inmitten der Stadt gelegene Park, im Volksmund auch Schwedendamminsel genannt, fasziniert mit ungewöhnlichen Sichtachsen und optischen Phänomenen. Bereits 2006 war der Park die zentrale Kulisse der Landesgartenschau Rathenow. Der Weinbergpark auf der anderen Havelseite lockt neben faszinierenden Pflanzenwelten mit einem Fels- und Steppengarten am Bismarckturm, der großen Spielwelt „Echsenland“ sowie Sonnenterassen. Rathenow ist zugleich das Zentrum des Naturparks Westhavelland.
Mehr: BUGA in Rathenow

 

 

Bepflanzter Optikpark in Rathenow © BUGA-Zweckverband
Bepflanzter Optikpark in Rathenow © BUGA-Zweckverband

 

Amt Rhinow/Stölln
Zwischen Rathenow und der Hansestadt Havelberg liegt das Ländchen Rhinow, das von offenen Landschaftszügen geprägt ist. Neben den „klassischen“ BUGA-Besuchern werden hier auch Luftfahrtfans auf ihre Kosten kommen. In Rhinow finden die Themen Fliegen, Natur und Pflanzen auf 5,3 Hektar Fläche auf einzigartige Weise zusammen. Im Fliegerpark in Stölln finden sich rund um das Flugzeug „Lady Agnes“ einer IL 62, abwechselnde Blumen- und Pflanzenwelten, ein Naturerlebnispfad „Gangway“ sowie eine Drachenwerkstatt. Ganz in der Nähe am Gollenberg unternahm Otto Lilienthal seine ersten Flugversuche. Der Flieger- und Landschaftspfad, der einen guten Einblick in die Landschaft des Rhinower Luches gibt, verbindet den Fliegerpark mit dem Lilienthal-Centrum in Stölln mit einer Ausstellung über Otto Lilienthal.
Mehr: BUGA in Amt Rhinow/Stölln

 

 

Der Fliegerpark in Amt Rhinow/Stölln wird bepflanzt © BUGA-Zweckverband
Der Fliegerpark in Amt Rhinow/Stölln wird bepflanzt © BUGA-Zweckverband

 

Hansestadt Havelberg
Nördlichster BUGA-Standort ist die bereits in Sachsen-Anhalt gelegene Hansestadt Havelberg. Drei Ausstellungsareale prägen diesen BUGA-Standort. Im Mittelpunkt steht der 3,9 Hektar große sehenswerte Dombezirk in dessen Zentrum wiederum das Wahrzeichen der Stadt, der Dom St. Marien, liegt. Auf dem Berg gelegen hat man von hier einen wundervollen Blick über die hübsche Stadt und natürlich die Havel. Das Gelände rund um den altehrwürdigen Dom lädt zu jeder Jahreszeit zum Verweilen ein. Zur BUGA wird es um weitere Attraktionen ergänzt, wie z.B. um einen Mönch- und Dechaneigarten, einen Weingarten mit Verkostung sowie Musterkleingärten in der Kleingartenanlage „Am Nussberg“. Die Innenstadt Havelbergs, klein und kompakt auf einer Insel gelegen, ist fußläufig gut vom Dom und auf hübschen Pfaden zu erreichen. In ihrer Mitte am Markt befindet sich die Kirche St. Laurentius, ein gotischer Backsteinbau aus dem 14. Jahrhundert, die ebenfalls zur Kulisse für 16 weitere Blumenschauen wird. Das neu erbaute Haus der Flüsse informiert interaktiv zum Lebensraum der Unteren Havel.
Mehr: BUGA in Havelberg

 

 

Der Dechaneigarten in Havelberg © BUGA-Zweckverband
Der Dechaneigarten in Havelberg © BUGA-Zweckverband

 

BUGA-Skyliner
Wer die BUGA aus der Vogelperspektive erleben will, hat in 72 Metern Höhe auf dem BUGA-Skyliner die beste Aussicht. Der Turm bietet nicht nur einen 360°-Panoramablick sondern bei schönem Wetter auch bis zu 30 Kilometer Sicht in die Havelregion. Der mobile Aussichtsturm wandert von Brandenburg (17.04.-07.06.) über Rathenow (13.06.-23.08.) nach Havelberg (29.08.-11.10.) Der BUGA-Skyliner kann auch für Veranstaltungen gebucht werden und ist daher auch für Unternehmen interessant.
Mehr: BUGA-Skyliner

 

Mehr Infos
Weiterführende Informationen zu Öffnungszeiten, Preisen, An- und Abreise, aber auch zu buchbaren Gruppentouren sind unter www.buga-2015-havelregion.de zu finden.

Veröffentlicht am: 16.04.2015
von in Ganz nah, ganz fern
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gastautor

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Egal, ob freie oder ehemalige Mitarbeiter, Kollegen aus anderen Abteilungen, Freunde des Flughafens oder ‚Flinke Federn‘ im Allgemeinen – unter der Kennung "Gastautor" schreiben alle, die nur sporadisch über den BER bloggen. Neue Perspektiven und ungewöhnliche Geschichten liefern Abwechslung für den Blog.
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