Schon immer war die Luftfahrt ein Ort der Innovationen, die sich anschließend auch auf den normalen Alltag ausgedehnt haben. Denken wir zum Beispiel an Head-up-Displays (HUD) in Cockpits, die relevante Informationen im Sichtfeld des Piloten oder heutzutage des Autofahrers anzeigen.

 

In diesem kurzen Blogbeitrag möchte ich Ihre Aufmerksamkeit auf drei ausgewählte Technologien lenken, von denen ihr sicherlich bereits gehört habt:

Die mit Sicherheit bekannteste davon ist die Nutzung von Apples Passbook. Nicht nur Eintrittskarten oder Flugtickets lassen sich darin speichern und mit einem Wisch auf das Smartphone-Display zaubern, sondern auch Coupons und Gutscheine. So findet ihr in unserer eigenen App „Berlin Airport“ beispielsweise immer wieder Coupons für Shops an unseren Flughäfen. Probiert es doch einfach mal aus…

 

Noch nicht ganz in jedermanns Alltag angekommen sind Smartwatches und Google Glass. Beide müssen sich ihren Platz erst noch erkämpfen und beweisen, dass es eine sinnvolle Verwendung für sie gibt. Beide Produkte erfüllen einen Zweck: Sie integrieren zur Verfügung gestellte Informationen möglichst nah in unseren natürlichen Bewegungsablauf. Das kann dann zum Beispiel so aussehen:

 

Statt auf einem Plan zu schauen, ist dieser im Sichtfeld des Nutzers sichtbar. Anstelle eine Türklinke benutzen müssen, öffnet sich diese durch das Scannen eines Codes am Handgelenk.

 

Stellen Sie sich Folgendes vor:
Ein Reisender findet sich orientierungslos in der Eingangshalle eines Flughafens wieder, den er das erste Mal besucht. Wo ist mein Check-in-Schalter? Wo geht es zu den Sicherheitskontrollen? Muss ich links oder rechts herum, um zu meinem Gate zu kommen?

 

Flughafenmitarbeiter im Terminal helfen dabei natürlich gern weiter. Natürlich kennen die Kollegen Antworten auf die meisten Fragen. Sollte das jedoch einmal nicht der Fall sein, lässt sich der Mitarbeiter mit Hilfe der Google Glass die „Antwort“ anzeigen und hilft dem Reisenden so weiter. Würde der Reisende selbst über eine solche Brille verfügen, könnte dieser natürlich auch selbst auf die Informationen des Flughafens zurückgreifen und seinen Weg allein finden.

 

 

Im Gate angekommen, wird auch schon zum Boarding aufgerufen. Wo war denn jetzt noch einmal die Bordkarte?
Anstatt jetzt alle Jacken und Taschen noch einmal abzulegen, liegt diese bereits auf der Smartwatch bereit und der Passagier kann bequem das Display scannen.

 

Wichtig ist hierbei zu wissen, dass Smartwatches der aktuellen Generation auf ein verbundenes Smartphones zurückgreifen, also nicht eigenständig zu betreiben sind. Auch sind die meisten Bordkartenscanner noch nicht für solche Prozesse optimiert. Momentan ist damit also noch ein Handgelenkverdrehen verbunden, damit der Scanner auf dem Counter den Code lesen kann.

 

Beide Szenarien stehen im Prinzip kurz vor der Umsetzung. Am Flughafen Kopenhagen wurde Google Glass bereits vom Airport Service Team getestet und Smartwatches können bereits für das Scannen der Bordkarte genutzt werden. Wirklich komfortabel und einfach zu bedienen, sind beide Technologien jedoch noch nicht.

 

So bleibt für die nächsten Jahre abzuwarten, ob die Technologien sich schlussendlich auch beim End-kunden durchsetzen. Auch die Handhabung muss für eine bessere Praxistauglichkeit verbessert werden.

 

Wie sinnvoll finden Sie den Einsatz dieser beiden Technologien?

Veröffentlicht am: 27.11.2014
von in Medienrundflug
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Philip Friedrich

Philip Friedrich

Philip Friedrich absolvierte bei der Flughafengesellschaft ein duales Studium. Flugzeuge und -häfen – das waren schon immer seine Welt. Inzwischen ist Philip im Marketing unseres Unternehmens gelandet und u. a. für die Produktentwicklung zuständig. Innovative Ideen, aber auch kleine Verbesserungen, die das Produkt Flughafen besser machen, sind seine Kernaufgaben.
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