• Piept es gleich? Versuche mit der Handsonde.

  • Die Bundespolizei ist auch für die Passkontrolle am Flughafen zuständig.

  • Die Westen der Bundespolizei für den Einsatz sind ganz schön schwer.

  • Unser Guide Rudi Obst mit der Gruppe auf dem Infotower.

  • Blick vom Infotower.

  • Vorfahrt achten! Gute Sicht direkt auf die rollenden Maschinen.

  • Echt beeindruckend, so ein modernes Feuerwehrfahrzeug.Panther für den Einsatz am Flughafen

  • Die Rutschstangen der Feuerwehr sind doch etwas dicker als die in der Turnhalle.

  • Einmal auf dem Fahrersitz Platz nehmen!

  • Spritzübung vor Flugzeugattrappe.

  • Und jetzt abheben – die Kinder haben Spaß im Cockpit.

 

Begeistern sich eure Kinder auch für die vielen, vielen Sachbücher über Flughäfen, die Feuerwehr oder die Polizei? Dann wird es Zeit für einen Besuch bei uns in Schönefeld. Bei „Ein Tag am Flughafen“ können eure Kinder all das in echt erleben, was sie bisher nur aus Büchern oder aus dem Fernsehen kennen.

 

Los geht’s um 9.00 Uhr am Terminal C am Flughafen Schönefeld. Während der gesamten Sommerferien könnt ihr noch – wie in den vergangenen Jahren auch – von Montag bis Freitag an der Tour teilnehmen. Unser Tourguide Rudi Obst überprüft zu Beginn, ob alle Teilnehmer da sind. Anmeldungen sind Pflicht, schließlich geht es nachher in den Sicherheitsbereich. Zunächst können sich aber alle in der Kantine der Flughafengesellschaft stärken. Zum Frühstück war ich da auch noch nie und muss sagen, das Angebot ist sehr vielfältig. Die Kinder freuen sich über Rührei, Würstchen, Buletten, Cornflakes oder Schokoaufstrich. Für die Erwachsenen gibt es natürlich auch Kaffee.

 

Unser Bus holt uns an der Kantine ab und wir starten unseren Tag mit der Fahrt zur Bundespolizei. Diese ist gemeinsam mit der Sicherheit der Flughafengesellschaft bereits auf das Gelände des Flughafens Berlin Brandenburg gezogen. Der Bus fährt über die Redundanzstraße parallel zur Autobahn zum BER. Unterwegs haben wir einen guten Ausblick auf das Pier 3a am Flughafen Schönefeld, einige Maschinen von easyJet und das Wetterhäuschen neben der Start- und Landebahn.

 

Die Kinder können es kaum erwarten, schließlich ist für sie der Besuch bei der Polizei einer der Höhepunkte bei der Tour. Eine nette Bundespolizistin nimmt uns in Empfang und teilt uns in zwei Gruppen ein. Das ist natürlich super, da in der kleinen Gruppe wirklich alle Kinder gut sehen können und selber mitmachen können. Wir dürfen zunächst bei der eigens aufgebauten Sicherheitskontrolle vorbeischauen. Endlich darf man einmal den Monitor in Augenschein nehmen, wenn ein Koffer durch das Röntgenkontrollgerät fährt. Ganz genau sind die Umrisse einer Pistole in dem präparierten Koffer zu erkennen. Auch das Gepäck der Eltern ist mal dran – Regenschirm, Bonbons oder Handy, alles wird genau erkannt. Die Kinder können auch durch die Torsonde gehen oder mit der Handsonde auf die Suche nach versteckten Münzen gehen. Als nächstes bekommen wir die Arbeit der Bundespolizei ganz praktisch erklärt. Viele Fragen werden beantwortet: Wie erkennt man, ob ein Pass gefälscht ist? Wie fühlen sich echte Handschellen an? Wie schwer sind kugelsichere Westen? Anfassen und Ausprobieren ist ausdrücklich erlaubt.

 

Da wir ja bereits am BER sind, geht es nun zum Infotower. Der Blick von oben ist gut, wir können sogar bis zum Fernsehturm sehen. Wieder unten angekommen, erhalten alle noch eine Überraschung. Die Brotbox vom Flughafen mit Getränk und Müsliriegel kommt bei allen gut an. Schnell austrinken, denn nun geht es schon weiter zur Sicherheitskontrolle. Zum Glück ist nicht viel los und wir kommen schnell durch die Kontrolle. Die Kinder können nun gleich selbst erleben, wie die Kontrolle abläuft. Aufregend, wenn es piepst und mit der Hand nachkontrolliert wird. Zum Glück haben sich alle dran gehalten und keine verbotenen Gegenstände mitgenommen. Hier gelten schließlich die gleichen Regeln wie beim Flug in den Urlaub.

 

Unsere erste Station im Sicherheitsbereich ist der Wartungshangar von Lufthansa. Gleich mehrere Maschinen stehen im Hangar. Rudi Obst erläutert uns an einem A320 wie die Wartung abläuft und beantwortet viele Fragen rund um Flugzeuge. Nur rein in den Flieger dürfen wir leider nicht. Bei den strengen Sicherheitsvorkehrungen müsste nach jeder Besuchergruppe ein Cleaning durchgeführt werden. Klar, dass das dann leider nicht geht.
Unser Bus sammelt uns wieder ein und wir wollen einmal quer rüber vom Südteil des Flughafens Schönefeld in den Nordteil zur Feuerwehr. Dabei müssen wir einmal um die Start- und Landebahn rum. Zum Glück blinkt die Ampel vorm Überqueren des Rollwegs Rot. Hier halten wir gerne an und lassen den Flugzeugen die Vorfahrt. So kommen wir in den Genuss die Maschinen direkt vor uns rollen und dann in nächster Nähe los fliegen zu sehen. Ich zücke schnell das Handy und schau in unserer „Berlin Airport-App“ nach, wo hin die Maschinen gehen. Einmal Neapel, einmal Teneriffa. Da wären wir jetzt auch gerne dabei.

 

Als der Weg wieder frei ist, können wir unsere Fahrt zur Feuerwehr fortsetzen. Jetzt gibt es kein Halten mehr. Die Kinder dürfen in die beiden Panther einsteigen, einen Feuerwehrhelm aufsetzen, die Rutschstangen ansehen und und und. Als nächstes geht es einmal ums Haus rum zum FTAZ, unserem Feuerwehr Trainings- und Ausbildungszentrum. Hier haben die Feuerwehrleute auch für Kinder eine „Übungsanlage“ aufgebaut. Alle dürfen ausgerüstet mit Helm auch einmal Spritzen. Nicht nur das vorbereitete Ziel, auch die Eltern müssen bei dem guten Wetter dran glauben. Letzte Station im Sicherheitsbereich ist das Kleinflugzeug Pipa Seneca. Hier dürfen die Kinder auch mal Pilot spielen.

 

Inzwischen ist es halb zwei am Nachmittag. Hungrig fallen wir in der Kantine ein. Zum Glück ist es um diese Uhrzeit schon recht leer. Wir finden schnell einen Platz und lassen uns Fisch, Gemüse oder einfach Pommes gut schmecken. Zu Fuß geht es weiter in die Ringeltaube. Hier gibt es noch ein Eis am Stiel zum Nachtisch. Als wirklich letzte Station folgt noch die Besucherterrasse. Ein nettes Erlebnis, das alleine schon den Weg zum Flughafen lohnt. Jetzt sind alle wirklich erschöpft. Mit Blick auf das Vorfeld lassen wir den Tag Revue passieren. „Ich fand das kleine Flugzeug am besten“, „Ich das Spritzen bei der Feuerwehr und wie man Pässe auf Fälschungen untersucht“ lautete das Fazit meiner Kinder. Mein eigenes Fazit lautet, dass man definitiv nicht verhungert, das sich alle Kolleginnen und Kollegen richtig viel Mühe geben, den Kindern ihre Arbeit zu zeigen und dass der „Tag am Flughafen“ einen tollen Blick hinter die Kulissen ermöglicht, der sonst nur uns Mitarbeitern möglich ist. Noch ein Tipp: Auch kleine Kinder werden sich nicht langweilen, aber ab etwa sechs Jahren sind auch die vielen Erklärungen richtig spannend.

Veröffentlicht am: 18.07.2014
von in Flughäfen Schönefeld und Tegel
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Verena Heydenreich

Verena Heydenreich

Verena Heydenreich ist schon eine gefühlte Ewigkeit in der Pressestelle der Flughafengesellschaft. Zumindest so lange, dass sie den BER buchstäblich aus der Erde hat wachsen sehen. Über die Genehmigung zum Ausbau, den ersten Spatenstich und das Terminal-Richtfest hat sie das Entstehen des neuen Flughafens für die Hauptstadtregion miterlebt und vor allem für die verschiedensten Publikationen darüber geschrieben. Aktuelles Lieblingsthema: Krisenkommunikation. Die Berlinerin seit 1998, die nirgends wo anders leben möchte, findet Flughäfen vor allem spannend, weil sie ein wichtiger Motor für die Entwicklung der Stadt sind. Was sie alles bloggen wird, weiß sie heute auch noch nicht.
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Kommentare (1)

  1. Cora schrieb am 19. November 2014:

    … und noch begeisterter werden jene Kinder sein, die dann später unter dem Lärm der Flugzeuge leben müssen. Nicht einmal eine ausreichende Nachtruhe will man den Betroffenen zugestehen.
    Wie hat das Gericht gerade für Blankenfelde-Mahlow festgestellt: „Die Richter räumten ein, die Gemeinde sei unzumutbarem Fluglärm ausgesetzt.“ UNZUMUTBAR, aber trotzdem mutet man es den Menschen zu. Und falls jetzt gleich wieder das Argument mit dem Schallschutz kommt: Tausende Häuser können gar nicht geschützt werden, da können die Menschen sehen, wo sie bleiben. Außerdem nutzt Schallschutz nur etwas wenn man permanent drinnen ist und keine Fenster öffnet! Tolles Leben!

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