Endlich ist Wochenende, so dass auch die privaten Besucher die bedeutendste Luft- und Raumfahrtmesse Deutschlands besuchen können. Doch bekommen Luftfahrtbegeisterte wirklich etwas Sehenswertes auf der ILA geboten? Lohnt sich ein Besuch? Beides lässt sich kurz und schnell beantworten: Ja, auf jeden Fall!

 

Immerhin sind ca. 1.200 Aussteller aus 40 Ländern dabei. Rund 300 Luftfahrzeuge werden während der ILA präsentiert. Und das Allerbeste dabei ist, dass die Besucher die Möglichkeit erhalten, sich einige der Luftfahrtzeuge auch von innen anzusehen.

 

Für diejenigen, die an diesem Wochenende nicht dabei sein können, werde ich einige Highlights unter den Luftfahrtzeugen vorstellen:

 

A380 von EmiratesBereits am Donnerstag berichteten wir über das größte Passagierflugzeug von Airbus, den A380. Das ausgestellte Modell ist ein Flugzeug aus der Emirates-Flotte. Es wurde extra zur ILA aus Hamburg eingeflogen. Das Highlight an diesem Wochenende ist die Möglichkeit, das größte Flugzeug der Welt von innen zu bewundern. Der A380 ist für alle interessierten Besucher geöffnet, die ein bisschen Zeit und Stehvermögen mitbringen. Wie man sich sicherlich denken kann, ist die Neugier groß und die Reihe davor sehr lang. Immerhin kriegt man nicht oft die Gelegenheit mit diesem Großraumjet zu fliegen. Für alle, die nicht vor Ort sein können, haben wir noch ein exklusives Video zum Anschauen.

 

Russische Antonov An 124-100Auch die russische Antonov An 124-100 zieht viele Besucher an. Als eines der größten Transportflugzeuge der Welt, wird die Antonov heutzutage unter anderem für den Charterfrachtflugverkehr gebraucht. Gebaut wurde das Flugzeug in der ehemaligen Sowjetunion. Eine Besonderheit an diesem Transportflugzeug ist die einfache Be- und Entladung über den hochklappbaren Bug sowie über die Heckrampe. Das Fahrwerk ist so konzipiert, dass die Maschine auch auf nicht ausgebauten Pisten landen kann und über die besondere Be- und Entlademöglichkeit, auch auf Flughäfen mit minimaler Infrastruktur bedient werden kann.

 

A310 MedEvac Hans Grade Ein weiteres Highlight stellt die Besichtigung der A 310 MedEvac Hans Grade dar. Dabei steht die Abkürzung MedEvac für MEDical EVACuation. Das Flugzeug ist für die medizinische Evakuierung des verletzten militärischen Personals aus gefährlichen und unruhigen Gebieten verantwortlich. Die A 310 MedEvac ist soweit ausgestattet, dass auch während des Fluges operiert werden kann. Der Zutritt steht interessierten Besuchern offen.

 

 

Sikorsky CH-53 GWeitere Fluggeräte vor Ort sind u.a. die Sikorsky CH-53 G, ein in den USA gebauter Großraumhubschrauber der Deutschen Luftwaffe zum Transport von Personen und Material, und der Tiger, der neue Kampfhubschrauber des Deutschen Heeres. TigerAm Himmel und am Boden ist das neue Mehrzweckkampflugzeug der Luftwaffe zu bestaunen. Der Eurofighter weiß durch seine hervorragende Flugleistung zu begeistern, die er vor allem seinen beiden EJ200 Triebwerken zu verdanken hat. Der Eurofighter zeigt an diesem Wochenende halsbrecherische Flugmanöver auf der ILA.

 

Boeing E-3 Sentry AWACS Für Begeisterte der Radartechnik gibt es die Boeing E-3 Sentry AWACS auf der ILA zu betrachten. Das Aufklärungsflugzeug ist eine fliegende Radarstation und wurde speziell für die Aufgabe der Erfassung und Verfolgung von Flugzeugen in einem sehr großen Luftraum ausgerüstet. Ein Flugzeug dieses Typs wurde erst vor kurzem in der Ukrainekrise eingesetzt, um den Luftraum über den östlichen NATO-Ländern zu überwachen.

 

 

 

A400M - militärisches TransportflugzeugDas neue militärische Transportflugzeug von Airbus, der A400M, zeigt sich mit seinen vier Turboprop-Triebwerken. Die Triebwerke sind insofern etwas Besonderes, als dass es die einzigen Triebwerke sind, die eine so hohe Leistung (11.000 PS) auf einen Rotor übertragen, ohne dass die Flugzeugstruktur beschädigt wird. Der A400M wird neben Hilfslieferungen in Krisengebieten vor allem zur Verlegung von militärischem Gerät und Personal genutzt. Dafür ist der A400M auch dazu ausgelegt auf unbefestigten Pisten zu starten und zu landen sowie mit kurzen Start- und Landebahnen auszukommen.

 

Tante JuAber auch wer Interesse an historischen Flugzeugen oder kleineren Spaßmaschinen hat, wird auf der ILA bedient. So gibt es die Junkers 52 (Tante JU) oder die ME262, das erste in Serie gebaute Strahlenflugzeug der Welt, zu bestaunen, sowie kleine Flugzeuge für den Privatmann von diversen Herstellern.

 

 

Alle, die bei strahlendem Sonnenschein sich auf den Rasenflächen ein Päuschen gönnen, können auch bei der grandiosen Air Show zugucken, die täglich gleich mehrmals auf der ILA präsentiert wird.

 

Wer sich auch nur ein bisschen für Luftfahrt oder eine spektakuläre Air Show interessiert, kommt auf der ILA voll auf seine Kosten. Ein Besuch der ILA lohnt sich!

Veröffentlicht am: 25.05.2014
von in Flughäfen Schönefeld und Tegel 3 Kommentare zu ILA – Aus der Sicht des Besuchers
Aleksandra Rudnik

Aleksandra Rudnik

Aleksandra Rudnik konnte bereits 2013 als Volontärin in der Pressestelle Flughafenluft schnuppern und unterlag sofort der Faszination Luftfahrt. Jetzt ist Aleksandra Referentin für Pressearbeit und kümmert sich um spannende Themen rund um die Airlines sowie die Flughäfen Schönefeld und Tegel. Sie schreibt Texte, ist zuständig für die eine oder andere Publikation und beteiligt sich gern an der Organisation von Presseevents. Ob Erstflug oder Passagierrekord, sie wird darüber bloggen.
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Kommentare (3)

  1. Anonymous schrieb am 25. Mai 2014:

    …Und die ILA aus Sicht eines betroffenen Anwohners

    Nach insgesamt 10! (‚Abnahmeflüge‘) Tagen des Lärmterrors über dicht besiedeltem Gebiet neigt sich auch diese Waffenmesse endlich dem Ende zu. Nach kurzem Blick auf die Fluglärmmessungen der letzten Tage fällt auf, dass die als maximal zulässig definierten 19 Lärmevents grösser 94! db pro Tag locker überschritten wurden. Stört aber offenbar niemanden, Restriktionen gibt es sowieso nicht. Ich könnte kotzen, wenn ich an das nächste ‚Event‘ in zwei Jahren denke. Eventuell ja dann auch mit spektakulärem Flugunfall im Wohngebiet – vielen Dank.

  2. Hans Worrenscheid schrieb am 28. Mai 2014:

    Exakt das habe ich auch gesagt, Patrick Santer. Extrem nervig diese Wutbürger und offenbar mit massiv zu viel Freizeit, um sich mit wie immer rein destruktiven Inhalten zu beschäftigen. Statt sich zu freuen, dass jedermann für einen zwar nicht geringen, aber am Ende doch bezahlbaren Beitrag viele verschiedene Flugzeuge ansehen konnte, interessiert ihn natürlich nicht. Ja, auch für mich persönlich waren es (zu) viele militärische Flugzeuge, abder das ist nur mein persönlicher Geschmack und ich erwarte nicht, dass man immer nur mir alles Recht macht. Außerdem gehören zu dieser Flugzeugkategorie auch wichtige Transportflugzeuge für humanitäre Hilfe oder die MedEvac wie im Blogeintrag beschrieben für medizinische Einsätze. Und nicht zuletzt gab es unzählige kleine bis riesige (A380) zivile Flugzeuge, die besichtigt werden konnten.
    Wenn der Herr oder Frau Anonymus – offenbar zu feige den wirklichen Namen zu nennen – es nicht aushält, alle zwei Jahre ein paar Tage ein wenig mehr Fluglärm als sonst (und vielleicht als genehmigt) zu ertragen, dann empfehle ich dringend einen ausgedehnten Spaziergang zum Tempelhofer Feld. Da muss ja jetzt alles bleiben wie es ist und man kann einen eigentich wunderbaren Flughafen bewundern, der erst von Wutbürgern zugestampft worden ist, nur um jetzt eine sinvolle Nachnutzung auch komplett zu verhindern.
    Um am Ende des Tages sitzt Herr/Frau Anonymus dann wie so oft als erste/r im Urlaubsflieger, sobald vom BER abgeflogen wird. Das kennt man ja. Danke derweil an die Autorin für den tollen zusammenfassenden Beitrag und das verlinkte Video.

  3. Lothar Eschenbach schrieb am 3. Juni 2014:

    Der arme Wut- bürger “ Anonymous“ soll doch in den Thüriger Wald ziehen, Aber da wird er besimmt gleich eine Beschwerde über das nerfige Vogelgezwitscher loslassen. So sind diese Typen.

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