• Überschlagssimulator: Auch im Fahrzeug umherfliegende Gegenstände wurden simuliert.

  • Mit diesem Gerät wurde die Lungenfunktion getestet und das „Lungenalter“ bestimmt.

  • Beim Hauttest wurden gleich die passenden Pflegeprodukte empfohlen.

  • Los geht es: Wer erreicht mehr Punkte auf dem Balanceboard?

  • Nicht so leicht, wie es aussieht. An der richtigen Balance sollten wir beide trainieren.

  • Fahrsimulator wird eingestellt: Simulation einer Fahrt mit 0,8 Promille Alkohol im Blut.

  • Die „Rauschbrille“ lässt alles um einen herum verschwommen und verzerrt aussehen.

  • Mit „Rauschbrille“ ist der Test, gerade auf der Linie zu gehen, kaum zu bestehen.

  • Der „Rückenschmerzsimulator“ wird angelegt.

  • Diese Spitzen machten sich im Rücken bemerkbar, wenn nicht rückengerecht gehoben wurde.

  • Es gab viele Beratungs- und Informationsangebote mit wichtigen Hinweisen und Tipps.

  • Kolleginnen und Kollegen am Flughafen tauschten sich zum Thema Sicherheit aus.

Bei uns am Flughafen schreiben wir das Thema Sicherheit groß. Um alle Mitarbeiter für die Flugbetriebs-, Fahr- und Arbeitssicherheit zu sensibilisieren, haben die Kollegen unseres Safety Management Systems zusammen mit unseren Kollegen der Öffentlichkeitsarbeit nun schon zum zweiten Mal einen Aktionstag organisiert. Bei den Safety Days an den Flughäfen Schönefeld und Tegel konnten die auf dem Vorfeld tätigen Mitarbeiter, unabhängig davon für welches Unternehmen sie arbeiten, Sicherheit hautnah erfahren. Wer einmal selbst im Überschlagssimulator gespürt hat, welch „tragende Wirkung“ ein Sicherheitsgurt bei einem Fahrzeugüberschlag hat, dem wird zukünftig die Entscheidung Bequemlichkeit (ohne Gurt) oder Sicherheit (mit Gurt) noch leichter fallen.

 

Auch meine Kollegin Ismeta und ich haben die Gelegenheit genutzt und uns bewusst mit den Themen Gesundheit und Sicherheit auseinandergesetzt. Während ich – dankbar über den fest angelegten Sicherheitsgurt – kopfüber im Überschlagssimulator hing, ließ sie ihre Lungenfunktion und Hautfeuchtigkeit testen. Anschließend traten wir auf dem Balance Messgerät gegeneinander an – das Ergebnis ist eindeutig: Wir haben beide erheblichen Verbesserungsbedarf was unsere Körperbalance betrifft und erhielten interessante Tipps, wie wir diese im Alltag optimieren können.

 

Das Thema Alkohol darf bei einer Veranstaltung, bei der es um die Sicherheit von Leib und Leben geht, nicht fehlen: So durfte ich einmal ganz offiziell mit 0,8 Promille Blutalkohol durch die Straßen einer Innenstadt fahren. Natürlich nur in einem realitätsnahen Simulator, also kein echtes Fahrzeug und erst recht kein Alkohol, nur ein Computer – und das war auch besser so: Nachdem der Simulationscomputer von dem „alkoholfreien“ in den „Ich habe schon ein paar Bier getrunken“-Modus umschaltete, ließ der Unfall nicht lang auf sich warten. Die verschwommene und verzerrte Sicht sowie verzögertes Reaktionsverhalten beim Lenken und Bremsen, ließen mir keine Chance, als mir ein Auto die Vorfahrt nahm und ich ausweichen musste. Ismeta hingegen erprobte den Einfluss von Alkohol ohne Computer, aber ebenfalls ohne nur einen Schluck zu trinken: Eine Spezialbrille, „Rauschbrille“ genannt, simulierte ihre Sichtverhältnisse unter Alkoholeinfluss – der bekannte Test, gerade auf einer Linie zu gehen, wurde so zu einer schwer bezwingbaren Herausforderung.

 

Nachdem wir uns noch ein paar nützliche Informationen bei den Ausstellern eingeholt haben, wagten wir uns zum Abschluss an den „Rückenschmerzsimulator“. Spitze Stacheln bohrten sich dabei in unsere Rücken, wenn man die Aufgabe, eine Kiste anzuheben, nicht rückengerecht ausführte – ein schneller Lerneffekt.

 

Auch wenn die Themen des Safety Days selbstverständlich für niemanden neu sind, so ist es doch eine interessante Erfahrung, vieles am eigenen Körper ausprobieren zu können oder anschaulich demonstriert und erläutert zu bekommen. Sich bewusst mit dem Thema Sicherheit auseinanderzusetzen und mit Experten und Kollegen darüber auszutauschen, ist immer wichtig und hilfreich, sodass wir uns schon jetzt auf den nächsten Safety Day freuen.

Veröffentlicht am: 24.04.2014
von in Flughäfen Schönefeld und Tegel
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Sandro Kupsch

Sandro Kupsch

Sandro Kupsch hat bei der Flughafengesellschaft seine Ausbildung zum Luftverkehrskaufmann absolviert. Dabei hat er an den Flughäfen TXL und SXF selbst Flugzeuge und Passagiere abgefertigt und die komplexen Prozesse am Flughafen so hautnah erfahren. Jetzt ist er in der Pressestelle tätig und wird hier im Blog vorwiegend über luftverkehrsspezifische und operative Themen berichten und den Flughafenalltag sowie einige Besonderheiten erklären.
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