von Friederike Herold

Hallo Marius, unser letztes Gespräch ist ja nun schon fast ein Jahr her. Was hast du in der Zwischenzeit erlebt?

Ich habe meine Grundausbildung in Tegel abgeschlossen und bin nun zum betrieblichen Durchlauf nach Schönefeld bzw. auf den BER versetzt worden. Hier lerne ich jetzt die einzelnen technischen Abteilungen kennen sowie natürlich die Funktionen und Aufgaben der verschiedenen Anlagen auf dem Flughafen. Bisher habe ich die Fluggastbrücken, die Gepäckförderanlage des BER und die Beleuchtungssteuerungen (KNX, DALI) kennengelernt. Momentan bin ich in der Mess- und Regelabteilung, welche sich mit der Steuerung und Regelung von Lüftung, Heizung, Klima und TOC-Anlagen beschäftigt. Zum Teil ist das für mich ein ganz neues Themengebiet, aber ich finde es sehr interessant.

 

Gab es ein Projekt, an dem du in letzter Zeit gearbeitet hast und auf das du besonders stolz bist?

Ein einzelnes Projekt kann ich da nicht nennen. Vielmehr freue ich mich über jede Arbeit, die ich erfolgreich erledigt habe. Manchmal gibt es natürlich auch Störungen, die man als Techniker nicht sofort lösen kann, wo zum Beispiel erst Material bestellt werden muss oder Fachleute der Herstellerfirmen dazu geholt werden müssen. Man kann schließlich nicht alles auf Lager haben und alles wissen. In diesen Situationen muss ich mich gedulden. Aber wenn alles einwandfrei läuft, kann ich am Ende sagen: „Ich hab es geschafft“.

 

Was gefällt dir denn bisher am besten an deiner Ausbildung?

Momentan gefallen mir die vielseitigen technischen Aufgaben, die ich in den einzelnen Abteilungen bewältige, am besten. Da wäre zum Beispiel das Lesen von Schaltplänen, das Verstehen von elektrischen Zusammenhängen und Funktionen von Anlagen, das Montieren und Demontieren von mechanischen und elektrischen Bauteilen wie zum Beispiel Motoren und Gepäckförderbänder und natürlich auch deren Wartung, Probebetrieb und Instandhaltung. Diese habe ich unter anderem bei den Fluggastbrücken, den Gepäckförderanlagen und den TOC-Anlagen miterlebt und sogar selbst mit ausgeführt. Zudem herrscht ein tolles Arbeitsklima unter den Kollegen, wodurch die Arbeit noch mehr Spaß macht. Jeder Tag ist ein neuer Tag und jedes Mal passiert was Neues. Man lernt immer wieder dazu und das ist das Schöne.

 

Bringt der Winter besondere Herausforderungen für dich als angehender Mechatroniker mit sich?

Der Winter ist immer eine Herausforderung für Mensch und Technik, gerade wenn das Thermometer unter die 0°C wandert und man Einsätze draußen auf dem Gelände hat. In dieser Kälte helfen nur Wintersachen. Zudem kommt es auch vor, dass man gerade im Winter viel mehr zu tun hat. Aber das geht schon in Ordnung und gehört dazu.

 

Das letzte Mal als wir uns gesprochen haben, standest du kurz vor deiner Zwischenprüfung. Wie lief es denn eigentlich?

Die Zwischenprüfung lief super! Ich habe ein gutes Ergebnis erzielt und kann positiv in die Zukunft und auf die noch bevorstehende Abschlussprüfung blicken.

 

Inwieweit kannst du die erlernte Theorie bei uns im Unternehmen anwenden?

Theorie ist immer eine feine Sache, aber die Praxis beweist manchmal auch etwas anderes. In vielen Fällen war es eher so, dass ich im Betrieb einige Themen schon viel früher hatte, als die dazugehörige Theorie in der Schule. Dies finde ich aber sehr gut, so kann man in der Schule immer glänzen. Das meiste, was an Theorie in der Schule gelernt wird, ist für die Praxis von Nutzen. Vor allem für die Arbeit am Flughafen mit so vielen verschiedenen Bereichen.

 

Die zweijährige Grundausbildung hast Du bereits im letzten Jahr absolviert. Was kommt nun auf Dich zu?

Momentan befinde ich mich im betrieblichen Rundlauf. Ich lerne die verschiedenen Abteilungen wie zum Beispiel die Anlagentechnik (Fluggastbrücke/Terminal), die Gepäckförderanlage und die Mess- und Regeltechnik kennen. Hier kann ich mein technisches Wissen aus der zweijährigen Grundausbildung in den Alltag einbringen, viel Neues dazu lernen und mich nun auch langsam auf die Abschlussprüfung vorbereiten.

 

In ca. einem Jahr wirst du deine Ausbildung abgeschlossen haben. Wie sehen deine Vorstellungen für die Zukunft aus?

Ich werde nach jetzigem Stand sogar meine Ausbildung früher beenden. Meine Vorstellungen für die Zukunft wären in dem Sinne natürlich ein abwechslungsreicher Job, vielleicht sogar ein Studium hinterher. Aber nicht umsonst sagt man ja, mal sehen was die Zukunft bringt…

Veröffentlicht am: 04.03.2014
von in Ausbildung
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gastautor

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Egal, ob freie oder ehemalige Mitarbeiter, Kollegen aus anderen Abteilungen, Freunde des Flughafens oder ‚Flinke Federn‘ im Allgemeinen – unter der Kennung "Gastautor" schreiben alle, die nur sporadisch über den BER bloggen. Neue Perspektiven und ungewöhnliche Geschichten liefern Abwechslung für den Blog.
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