Hallo Janine, schön, dich mal wieder zu treffen.
Im Sommer hast du uns berichtet, dass du im Besuchermanagement tätig warst. Seitdem ist wieder viel Zeit vergangen, was hast du in den letzten Monaten denn so erlebt?

Nach meinem Einsatz beim Besuchermanagement hatte ich einen dreiwöchigen Kurs, welcher mich auf meinen Einsatz am Check-in vorbereitet hat. In diesem lernte ich unter anderem das Check-in System „Altea“ kennen und lernte auch, welche Einreisebestimmungen zu beachten sind. Mittlerweile bin ich nun also in meinem Praxiseinsatz in Tegel am airberlin Check-in. Im September hatte ich im Übrigen einen kleinen Sondereinsatz und habe auf dem Familienfest am BER Infoflyer verteilt und den Besuchern geholfen, sich vor Ort zu orientieren.

 

Du bist jetzt im zweiten Ausbildungsjahr, die Ausbildung endet nach erfolgreicher Abschlussprüfung regulär im Sommer 2015. Hast du denn auch die Möglichkeit, die Ausbildungszeit zu verkürzen?

Ja, wenn die Leistungen stimmen, kann man grundsätzlich früher auslernen. Da ich aber gern noch in ein paar weitere Abteilungen reinschnuppern möchte, kommt diese Option für mich nicht in Frage – denn die Möglichkeiten, die ich in der Ausbildungszeit habe, werde ich so wohl nie wieder bekommen.

 

Was gibt es denn aus der Berufsschule zu berichten?
Im September haben wir eine Exkursion nach Leipzig gemacht, wo wir uns den Leipziger Flughafen und den DHL-Hub genauer angesehen haben. Besonders schön fand ich die Fahrt auf der Start-/Landebahn bei voller Befeuerung mit passender Musik, die einem das Gefühl vermittelte, selbst in jedem Moment abzuheben. Große DHL-Frachtflugzeuge konnten wir aber leider nicht sehen, da diese immer erst spät in der Nacht starten und landen und wir schon am Abend dort waren.

 

Dann lass uns noch mal genauer über deine Tätigkeit am Check-in sprechen: Checkst du dort tatsächlich schon selbstständig Passagiere ein?
Ja, mittlerweile bin ich ganz selbstständig unterwegs. Natürlich nicht von Anfang an: Nach dem Theoriekurs hatte ich in der so genannten „Mitlaufzeit“ stets eine erfahrene Kollegin an meiner Seite. Sie hat mir alle Tricks gezeigt, die ich beim Check-in und Boarding brauche.
Anfangs war es schon etwas ungewohnt, plötzlich nicht der Reisende zu sein, also auf der anderen Seite des Schalters zu sitzen und nun selbst die Passagiere einzuchecken. Und wenn ich jetzt mal nicht genau weiter weiß, dann kann ich immer rechts oder links von mir einen meiner hilfsbereiten Kollegen fragen.

 

Gefällt es dir denn bei der Passagierabfertigung?
Vor meinem Einsatz war ich etwas skeptisch und konnte die Freude meiner Mitazubis nicht ganz teilen. Ich hatte Angst, dass mein Arbeitsalltag sehr monoton sein könnte. Doch bereits seit dem ersten Tag, als ich Antje, die mich anfangs betreute, und die anderen Kollegen kennenlernte, habe ich nicht nur große Freude an der Arbeit selbst gefunden, sondern auch viele Mitarbeiter kennengelernt und in mein Herz geschlossen.

 

Der Check-in ist ja von früh bis spät besetzt, arbeitest du denn auch im Schichtdienst?
Ja. Auf eigenen Wunsch arbeite ich meist in der Spätschicht. Das heißt, dass meine Schicht gegen 13 Uhr beginnt und circa 21:30 Uhr endet. Ich genieße es, jeden Tag ausschlafen zu können.

 

Kannst du uns von einem interessanten Erlebnis mit einem Passagier berichten?
Eine Frau gab mir einmal ihren belgischen Ausweis und ich konnte sie einfach nicht im System finden. Irgendwann fiel ihr ein, dass sie in Deutschland einen anderen Nachnamen trägt, als in Belgien, also gab sie mir ihren deutschen Führerschein. Sie erklärte mir, dass sie schon seit 10 Jahren verheiratet sei und damals in Belgien nach deutschem Recht geheiratet habe. Allerdings sei es in Belgien so, dass Frauen ihren Mädchennamen behalten müssen, da der Name dort nicht geändert werden könne.

 

Das waren wieder spannende Einblicke, die du heute gegeben hast. Was steht als nächstes bei dir an?
Um Weihnachten herum habe ich Urlaub und werde nach Frankfurt fliegen, um dort Bekannte und Verwandte zu besuchen. Zu Beginn des neuen Jahres bin ich dann leider nur noch zwei Tage beim Check-in und dann heißt es dort schon wieder Abschied nehmen.
Danach bin ich in der Abteilung IT-Service-Controlling in Schönefeld eingesetzt, gefolgt von der Personalbetreuung. Später bin ich auch noch mal bei den Verkehrsdiensten, wo ich ja in diesem Jahr schon einmal im Einsatz war.

Veröffentlicht am: 12.12.2013
von in Ausbildung
Schlagwörter: , , | 2 Kommentare zu Unsere Azubis – Teil 7: Janine wünscht „Guten Flug!“
Sandro Kupsch

Sandro Kupsch

Sandro Kupsch hat bei der Flughafengesellschaft seine Ausbildung zum Luftverkehrskaufmann absolviert. Dabei hat er an den Flughäfen TXL und SXF selbst Flugzeuge und Passagiere abgefertigt und die komplexen Prozesse am Flughafen so hautnah erfahren. Jetzt ist er in der Pressestelle tätig und wird hier im Blog vorwiegend über luftverkehrsspezifische und operative Themen berichten und den Flughafenalltag sowie einige Besonderheiten erklären.
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Kommentare (2)

  1. Lothar Eschenbach schrieb am 27. Dezember 2013:

    HALLO,ALLE miteinander, wünsche einen guten Rutsch ins neue Jahr.Viel Gesundheit und auch Glück. Das der BER bald fertig wird. Wünscht Euch Lothar aus Müggelheim.

  2. Lothar Eschenbach schrieb am 12. Februar 2014:

    Schönefeld Alt für immer,ist doch O.K. Schön aufmotzen ist doch viel billiger als noch einen Neubau der dann nicht funktioniert. Easyjet hätte mehr Platz und der Altbau kostet keinen Abriss. Hätte man schon eher drauf kommen können. Geht doch.

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