von Sebastian Worsch

Ende August setzten wir unsere im letzten Sommer begonnene Tour durch die skandinavischen Hauptstädte fort. Für vier Tage ging es dieses Mal nach Oslo. Bereits im Landeanflug konnten wir erahnen, warum die Stadt als eine der grünsten Hauptstädte weltweit gilt – überall Wasser und Wälder. Vom internationalen Flughafen Gardermoen brachte uns der futuristisch anmutende Flytoget innerhalb von 20 Minuten direkt ins Stadtzentrum.

 

 

Wenn man in Oslo ankommt, sollte man unbedingt erst einmal eine Runde durch die Innenstadt drehen. Vom Bahnhofsplatz geht es die berühmte Shoppingmeile Karl Johans Gate entlang, an deren Ende sich das Königliche Schloss befindet. Rechts und links der Straße reihen sich zahlreiche Institutionen auf – unter anderem der Dom, das norwegische Parlament (Stortinget), das Nationaltheater und die Universität. In den Nebenstraßen findet man viele kleine Cafés, in denen der Kaffee vorzüglich schmeckt. Abends sind wir mit der Tram nach Grünerlöka fahren. Der Stadtteil ist vor allem bei jüngeren Norwegern als Ausgehbezirk sehr beliebt. Im Sommer kann man hier bei einem oder auch zwei leckeren Glas Wein den Abend ausklingen lassen.

 

Ein ganz besonderes Highlight ist die Oper: Ein beeindruckendes Gebäude aus weißem Marmor, das vor fünf Jahren auf einer kleinen Insel im Hafen eröffnet wurde, wo sich zuvor alte Werftanlagen befanden. Über eine Rampe gelangt man auf das Dach der Oper. Von hier hatten wir einen wunderschönen Ausblick über den Fjord und die Stadt bis hinauf zum Holmenkollen.

 

Wer genug Zeit zur Verfügung hat, sollte mit den öffentlichen Fähren durch den Oslofjord fahren und unbedingt einen Stopp auf der Insel Hovedøya einlegen. Hier gibt es neben einer Klosterruine auch ein stillgelegtes Sommerschwimmbad zu entdecken. Einen besonderen Ausblick auf die umliegenden Inseln hat man von einem Plateau im westlichen Teil der Insel.

 

Ein weiteres Highlight ist der berühmte Holmenkollen. Allein schon die Fahrt mit der oberirdisch fahrenden U-Bahn durch die Vororte ist einmalig. Immer höher windet sich die Bahn den Hang hinauf, und schon während der Fahrt kann man den spektakulären Ausblick vom Skisprungturm erahnen. Von der Bahnstation sind es noch ein paar Meter bergauf bis zum Fuße der weltberühmten Skisprungschanze. Den Skispringern gleich fuhren wir mit einem gläsernen Aufzug bis auf die Skisprungschanze. Wer wie ich doch Probleme mit der Höhe hat, sollte unbedingt auf den Fußboden schauen. Der 360-Grad-Blick von ganz oben ist atemberaubend. Auf der einen Seite hat man Oslo und den Fjord vor sich und auf der anderen Seite die Østmarka, ein riesiges Waldgebiet mit unzähligen Seen, Wanderwegen und Skiloipen.

 

Beeindruckend war für uns auch die vor kurzem zu Ende gegangene Ausstellung „Munch 150“ anlässlich des 150-jährigen Geburtstages des weltberühmten Malers Edvard Munch. Die Kuratoren hatten über 250 Werke aus allen Schaffensperioden und Themen des künstlerischen Lebens in der norwegischen Nationalgalerie und dem Munch Museum zusammengetragen; darunter natürlich auch eine Version des Gemäldes „Der Schrei“. Ab 2. November zeigt das Munch Museum die Ausstellung „Munch auf Papier“. Erstmalig werden alle 150 Skizzenbücher mit mehr als 3.000 Zeichnungen ausgestellt und für alle, die es nicht bis März nach Oslo schaffen, digital zugänglich gemacht.

 

Direktflüge Berlin-Oslo: Ab Berlin fliegen airberlin, Scandinavian Airlines (beide Tegel) und Norwegian (Schönefeld) zum internationalen Flughafen Oslo Gardermoen. Ryanair fliegt von Schönefeld zum Flughafen Oslo-Rygge.

Veröffentlicht am: 28.10.2013
von in Ganz nah, ganz fern
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gastautor

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Egal, ob freie oder ehemalige Mitarbeiter, Kollegen aus anderen Abteilungen, Freunde des Flughafens oder ‚Flinke Federn‘ im Allgemeinen – unter der Kennung "Gastautor" schreiben alle, die nur sporadisch über den BER bloggen. Neue Perspektiven und ungewöhnliche Geschichten liefern Abwechslung für den Blog.
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