In Berlin ist immer wahnsinnig viel los – mir fehlt nur die Zeit dafür. Meinen nächsten Urlaub verbringe ich deshalb mal nicht auswärts, sondern in meiner eigenen Stadt. Ein schönes Gefühl. Eine Woche lang nur Kultur. Was ich im Oktober vorhabe, könnt ihr hier nachlesen.

 

Montag

Montag ist Kinotag. Also schaue ich mir in meinem Lieblingskino in den Hackeschen Höfen den Film „Das Mädchen Wadjda“ an. Es ist der erste Film aus Saudi-Arabien. Es geht um ein Mädchen, ein Fahrrad und eine enorm restriktive Gesellschaft. In dem streng islamischen Land gibt es bislang kein einziges Kino. Eine kleine Sensation.

 

Dienstag

Philharmonie (c) visitBerlin/Scholvien

Heute gönne ich mir eine Portion klassischer Musik: Jeden Dienstag um 13 Uhr finden im Foyer der Philharmonie die Lunchkonzerte der Berliner Philharmoniker statt. Das 40- bis 50-minütige Programm bietet Kammermusik vom Feinsten. Der Eintritt ist frei. Sehr empfehlenswert auch für Touristen, die sich zwischendurch vom Sightseeing erholen wollen.

 

Mittwoch

Am Mittwoch sehe ich mir im Martin-Gropius-Bau die Ausstellung „Meret Oppenheim“ an. Das ist die Künstlerin mit der Pelztasse. Der Legende nach brachte sie Pablo Picasso auf die Idee, eine Tasse komplett mit Gazellenfell zu beziehen. Meret Oppenheim ist eine Berlinerin. Am 6. Oktober dieses Jahres 2013 wäre die berühmte Künstlerin 100 Jahre alt geworden.

 

Donnerstag

Heute besuche ich das Museum für Fotografie am Bahnhof Zoo. Hier werden hauptsächlich die Fotografien von Helmut Newton gezeigt. Diesmal sehe ich mir die Ausstellung „Brasiliens Moderne 1940-1964“ an. Das lateinamerikanische Land ist ja gerade in aller Munde. Es ist das Gastland der Frankfurter Buchmesse. 2014 findet dort die Fußball-Weltmeisterschaft statt und 2016 die Olympischen Sommerspiele.

 

Freitag

Für den Freitagabend habe ich Karten für das Theaterstück „Ziemlich beste Freunde“ in der Komödie am Kurfürstendamm. Der Film hatte mich schon so begeistert. Ich bin gespannt, ob die Story auch im Theater funktioniert. Es geht um einen Sozialhilfeempfänger, der sich auf eine Stelle als Pfleger für einen wohlhabenden, querschnittsgelähmten Mann bewirbt. Beide können unterschiedlicher nicht sein. Davon lebt das Stück – basierend auf einer wahren Begebenheit.

 

Samstag

Botanischer Garten (c) visitBerlin/Scholvien

Heute fahre ich in den Botanischen Garten nach Berlin-Dahlem. Hier wird derzeit die Gruppenausstellung „Wild New Territories“ mit Werken der zeitgenössischen bildenden Kunst gezeigt. Mehr als 30 Fotografien, Skulpturen, Drucke sowie Klang- und Medieninstallationen sind in der Galerie als auch im Freiland und in den Gewächshäusern zu sehen.

Am Abend schlendere ich noch etwas durch die Innenstadt. Gleich zwei Veranstaltungen mit Licht-Installationen werden im Oktober Berlin in bunten Farben erleuchten lassen: Das Lichterfest (4.10. bis 20.10.) und das „Festival of Lights“ (9.10. bis 20.10.). Bekannte Berliner Sehenswürdigkeiten wie der Berliner Dom oder der Fernsehturm erstrahlen in einem magischen Licht.

 

Sonntag

Konzerthaus (c) Marco Borggreve

Nach einem ausgedehnten Frühstück geht es mit den Kindern zur Mozart-Matinee ins Konzerthaus Berlin am Gendarmenmarkt. Das Konzert ist für Kinder ab acht Jahren geeignet. Die kleineren Mäuse kann man in der hauseigenen musikalischen Kinderbetreuung unterbringen. Ein Ohrenschmaus für die ganze Familie.

Am Nachmittag gehen wir in die Akademie der Künste am Potsdamer Platz und besuchen die Ausstellung „Arte Postale“. Hier dreht sich alles um die berühmte alte Postkarte, die im Zeitalter von Facebook und Twitter so langsam vom Aussterben bedroht ist. In der Bastelwerkstatt „Stille Post“ können wir anschließend noch unsere eigenen Karten basteln.

 

Veröffentlicht am: 04.10.2013
von in Ganz nah, ganz fern
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Katrin Knauth

Katrin Knauth

Katrin Knauth betreut seit 2007 als freie Redakteurin verschiedene Flughafen-Publikationen. Für den Blog schreibt sie über neue Ziele, Reisen mit Kindern und Berliner Kulturthemen. Sie liebt das Schreiben ebenso wie das Reisen. Ihr Lieblingsreiseziel: Südostasien.
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