von Friederike Herold

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Interesse, Flughafenluft zu schnuppern? Dann aufgepasst! Die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB) sucht nämlich jedes Jahr junge luftfahrtinteressierte Menschen für ihre Ausbildungsangebote und dualen Studiengänge. Doch wie kommt man an den Traumjob und was erwartet einen während bzw. nach der Ausbildung? All das hat mir Gabriele Kluge, Fachreferentin Personalbetreuung der FBB, im Gespräch erzählt.

 

Hallo Frau Kluge. Die Bewerbungen für den Ausbildungsstart im August 2014 laufen ja gerade. Wer kann sich denn eigentlich für eine Ausbildung bei der FBB bewerben?

 

In unserem Unternehmen kann man eine technische oder kaufmännische Ausbildung, aber auch ein duales Studium absolvieren. Voraussetzung für das Studium und die Ausbildung zur Luftverkehrskauffrau bzw. -mann ist das Abitur, für alle anderen Berufe braucht man mindestens die Mittlere Reife. Die wichtigsten Fächer sind dabei Mathematik, Deutsch und Englisch. Eine zweite Fremdsprache ist zwar wünschenswert aber kein Muss. Zusätzlich sind für die technischen Berufe gute Leistungen in den Naturwissenschaften und für das Studium Wirtschaftsinformatik, klar, im Fach Informatik wichtig. Grundsätzlich gilt: Je besser die Noten sind, desto höher ist die Chance auf einen Ausbildungsplatz bei der FBB. Neben den schulischen Leistungen wünschen wir uns aber auch von unseren Bewerbern Zuverlässigkeit, Freude am Lernen und Motivation sowie Kommunikationsfähigkeit und je nach Beruf handwerkliches Geschick.

 

Wer diese Voraussetzungen erfüllt, kann sich also bewerben. Wie verläuft dann das Bewerbungs- und Auswahlverfahren?

 

Ab Oktober laden wir die ausgewählten Bewerber zu einem zweistündigen Eignungstest ein. Der dreiteilige Test besteht aus einem klassischen Wissenstest, einem Motivationsschreiben und einem Fehlertext. Aber keine Sorge: Der Test ist so ausgelegt, dass man nie 100 Prozent erreichen kann. Gut über die Hälfte der Fragen sollte aber richtig beantwortet sein. Zwischen Januar und April finden dann die Vorstellungsgespräche statt. Hier werden Fragen zum Unternehmen und angestrebten Beruf, aber auch zum Bewerber selbst, seinen Stärken und Erwartungen an die Ausbildung gestellt. Ab April vergeben wir die Zusagen und legen die Wartelisten fest. Das heißt: Wer nicht sofort den Sprung auf einen der vorderen Plätze geschafft hat, kann mit etwas Glück auch später noch nachrutschen.

 

Und wenn man zu den Glücklichen gehört, wie geht es dann weiter?

 

Unsere Studenten und Azubis starten immer zum 1. August eines Jahres mit einem zweiwöchigen Einführungskurs. Hier lernen sie die verschiedenen Bereiche des Unternehmens kennen und besichtigen die Flughäfen. Im Anschluss geht es je nach Ausbildungsberuf in die ersten Praxiseinsätze in den verschiedenen Abteilungen. Während der Ausbildungszeit haben unsere Azubis zwischen den Praxiseinsätzen wochenweise Blockunterricht an der Berufsschule. Die Studenten wechseln im dreimonatigen Rhythmus zwischen Theorie an der Hochschule und Praxis bei uns im Unternehmen. Wer nach dem erfolgreichen Ausbildungsabschluss bei der Flughafengesellschaft bleiben möchte, hat bei uns die Möglichkeit: Wir übernehmen alle Auszubildenden mit guten Leistungen für sechs Monate und mit sehr guten Leistungen auf jeden Fall für zwölf Monate.

 

Zum Schluss: Was können Sie den Bewerbern empfehlen?

 

Unsere Bewerber sollten sich ausführlich über den angestrebten Beruf und das Unternehmen informieren. Bei einer individuellen und gut vorbereiteten Bewerbung können wir gegebenenfalls auch mal ein Auge bei einer etwas schlechteren Note zudrücken. Vorbereitung ist das A und O!

 

Vielen Dank für das Gespräch.

 

Mehr Informationen zu den verschiedenen Ausbildungsberufen und dualen Studiengängen sowie zum Unternehmen findet ihr hier.

Veröffentlicht am: 01.10.2013
von in Ausbildung
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gastautor

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Egal, ob freie oder ehemalige Mitarbeiter, Kollegen aus anderen Abteilungen, Freunde des Flughafens oder ‚Flinke Federn‘ im Allgemeinen – unter der Kennung "Gastautor" schreiben alle, die nur sporadisch über den BER bloggen. Neue Perspektiven und ungewöhnliche Geschichten liefern Abwechslung für den Blog.
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