von Friederike Herold

Als Volontärin der Pressestelle kenne ich den BER mittlerweile ganz gut. Doch heute habe ich mir einmal angesehen, wie die Leute aus der Region den neuen Hauptstadtflughafen erleben, wenn sie beim Familienfest einen ersten Blick auf das Gelände werfen. Also machte ich mich auf dem Weg Richtung Schönefeld. Von dort ging es mit einem der Shuttle-Busse Richtung BER. Anfangs noch im Nebel versunken, erschien das Gelände kurz nach der Ankunft in strahlendem Sonnenschein. In der Airport City am Willy-Brandt-Platz herrschte bereits reges Treiben und Beschallung durch eine Bühne von Spreeradio.

 

Eine Schlange vor dem Zugang zum Bahnhof unterhalb des Platzes zeigte bereits, dass diese Tour wohl sehr beliebt war. Kein Wunder, denn er wurde zum ersten Mal für Besucher geöffnet. Aus Sicherheitsgründen wurden immer nur kleine Gruppen in den unterirdischen Bahnhof vorgelassen. Doch das Warten sollte sich lohnen. Unter der Erde zeigte sich ein nagelneuer und unglaublich langer Bahnhof. Auch einen Blick auf den zukünftigen S-Bahnsteig konnten wir werfen.

 

Zurück über der Erde ging es sportlich weiter, denn der mehr als einen Kilometer lange Rundweg führte vom Willy-Brandt-Platz über die Ankunftsebene bis hin zur Abflugebene und zurück. Eine Etage höher, in der zukünftigen Ankunftsebene, ging es aber erst einmal bequem mit dem Bus raus auf das Vorfeld, vorbei am DFS-Tower bis hin zur südlichen Start- und Landebahn. Auf gleicher Ebene stellten sich zudem verschiedene am Flughafen tätige Firmen den Besuchern vor. Hier konnte man in einem Hubschrauber der Bundespolizei Platz nehmen und beschlagnahmte Funde des Zolls (ausgestopfte Tiere und abgezogene Tierhäute) betrachten. Auch ein „Elephant“ stand am Straßenrand – kein echter Elefant, sondern ein Enteisungsfahrzeug der GlobeGround Berlin.

 

Am Ende des Rundgangs gab es die Möglichkeit auch einmal im Terminal zu flanieren. Der kleine Weg führte uns durch die zukünftige Check-in-Halle. Besonders beeindruckend war der riesige rote fliegende Teppich (Magic Carpet von Pae White) unter der Decke.

 

Im Anschluss ging es gemütlicher, aber nicht weniger informativ weiter. Auf der Hauptbühne informierten Experten unter anderem zum Schallschutz, über das SPRINT-Programm und die Arbeit des Zolls. Zwischen den Vorträgen sorgte das Duo „Die Zweiunterhalter“ mit handgemachter Gitarrenmusik für Stimmung.

 

Alles in allem war es ein gelungenes Fest inklusive Konditionstraining. Eine Besucherin aus Berlin-Tempelhof berichtete mir, dass es ihr so gut gefallen hat, dass sie morgen wieder kommen möchte.

Veröffentlicht am: 14.09.2013
von in Flughäfen Schönefeld und Tegel
Schlagwörter: , , , , , | 8 Kommentare zu Eine Runde auf dem BER
gastautor

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Egal, ob freie oder ehemalige Mitarbeiter, Kollegen aus anderen Abteilungen, Freunde des Flughafens oder ‚Flinke Federn‘ im Allgemeinen – unter der Kennung "Gastautor" schreiben alle, die nur sporadisch über den BER bloggen. Neue Perspektiven und ungewöhnliche Geschichten liefern Abwechslung für den Blog.
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Kommentare (8)

  1. Christoph Knispel schrieb am 18. September 2013:

    Hallo Liebes BER-Team und liebe Herren und Damen der GF-BER!
    Ich war Sonntag(15. September 2013) mit meinem besten Freund aus Facebook bei euch, und ich muss sagen, der BER, ist ein sehr guter Flugahfen geworden und die Stimmung war genial. 😉 *top*
    Achso, bevor ich es vergesse, ich bedanke mich an den BER-Pressechef Herr Kunkel für das Bild, das er von uns 3 gemacht hat. Vielen Dank von meiner Seite!
    Wünsche euch allen, das beste.
    Euer: Christoph

  2. Lothar Eschenbach schrieb am 23. September 2013:

    Hallo alle miteinander,war auch am Samstag da.Sehr interessanter Ausflug zum BER.Ist doch alles weiter als immer in den Medien berichtet wird.Sollte man öfter noch machen. Einfach eröffnen,denn was soll an Stahl,Glas,Beton und Naturstein brennen?

  3. Corinna schrieb am 6. Oktober 2013:

    @ Lothar

    „….Ist doch alles weiter als immer in den Medien berichtet wird. Sollte man öfter noch machen .“

    … Sollte man öfter noch machen… Ja, dafür wird auch noch reichlich Zeit bleiben. Derzeitige Prognose: Eröffnung nicht vor 2016!!

    ….Ist doch alles weiter als immer in den Medien berichtet wird… Tja, wesentlich ist ja auch das, was sie nicht gesehen haben bzw. was man den Besuchern (und im Übrigen auch anderen Interessierten Fachleuten und Journalisten) nicht gezeigt hat.
    Es ist doch erstaunlich, dass sich einige mit einem solchen Fest so blenden lassen!! Lesen Sie keine Zeitung und andere Informationen zur Fülle der Katastrophen in fast allen Bereichen dieses Flughafenprojektes???
    Echt kein Wunder, dass Politik und Wirtschaft so ein leichtes Spiel bei der „Verar….ung“ der Leute haben, wenn man das hier so liest.
    Wie sieht es denn mit selbstkritischer Auseinandersetzung in diesem Blog aus??? Fehlanzeige…
    Ach nein, es gibt ja den selbstkritischen Beitrag: „So ein Mist…“ von Hr. Kunkel.

  4. Lothar Eschenbach schrieb am 6. Oktober 2013:

    Hallo,Flughafenfreunde, kennt jemand das Buch von Frank Welskop ?Der Spinner hat ein Buch unter dem Titel: BBI -ein neuer Bankenskandal geschrieben. Er hat von nichts eine Ahnung , aber davon sehr viel. Könnt ja mal im Netz recherchieren. Die Zahlen kann man nicht mehr nachvollziehen.

  5. Klaus Peter Kinkel schrieb am 9. Oktober 2013:

    ich habe viele Freunde im Ausland, nicht diese sind sehr enttäuscht über die Abkürzung „BER“, sondern ich als Berliner auch. BBI-BER wäre allenfalls noch gegangen und verständlich für jeden.

  6. Corinna schrieb am 13. Oktober 2013:

    @ Lothar Eschenbach
    Woher Sie die Ahnung haben, dass Herr Welskop keine Ahnung hat, bleibt offen.
    Können Sie denn Bilanzen lesen?

    Aber vielleicht sollten Sie das hier noch einmal lesen:
    http://www.morgenpost.de/flughafen-berlin-brandenburg/article112044240/Der-Flughafen-BER-wird-immer-Verlust-machen.html
    Zitat: Frank Welskop: … Ich habe das auf Basis der Geschäftsberichte geschrieben. Ich kann Bilanzen lesen und Geschäftsberichte auswerten. Dabei bin ich zu dem Schluss gekommen, dass die jährlichen Verluste zwischen 100 und 200 Millionen Euro pro Jahr liegen werden. Ganz unabhängig vom Schuldendienst, der kommt noch oben drauf. Da habe ich für die seinerzeit aufgenommenen Kredite, deren Summe sich inzwischen weiter erhöht hat, Finanzierungskosten in Höhe von 226 Millionen ausgerechnet: pro Jahr! Es wird immer nur von den Infrastruktur- und Baukosten gesprochen, die langfristigen Finanzierungskosten werden dabei jedoch immer systematisch ausgeblendet, die muss man jedoch immer dazu rechnen. Insofern dürften sich die Gesamtkosten des Flughafens BER nun schon auf über fünf Milliarden Euro erhöht haben.

  7. Lothar Eschenbach schrieb am 13. Oktober 2013:

    Hallo Corinna, es ist schon erstaunlich das Sie sehen durfte,was Besucher und Fachleute nicht durften. Ob ich keine Zeitung lese? Na ja über 40 Jahre Berliner Zeitung im Abo,dazu noch den Berliner Kurier dürfte wohl reichen.Glauben Sie nicht immer alles was Sie lesen,selber sehen ist besser. Auf dem BER war ich schon,wo Sie nie hinkommen werden. Zu Kosten und Zeitplan : Es ist wohl so alles falsch gmacht worden was so geht.Besonders vom Aufsichtrat ,der Bauleitung u.s.w. .Wenn Jeder Jeden belügt ,wird das nix. Den sogenannten „Führungskräften“ sollte man einige Nullen vom Gehalt streichen oder rausschmeißen. Aber das ist in Hamburg,Stuttgart oder der Staatsoper ja nicht anders. Betrieb ist zumindest bei der nächsten ILA.

  8. Lothar Eschenbach schrieb am 13. Oktober 2013:

    Einen Satz noch zum BER. Er dürfte wohl der einzige Flughafenneubau auf der Welt sein,wo die Infrastruktur eher fertig ist als der Flughafen. Also doch wenigstens ein Erfolg. Glückwunsch an die Bahn und den Strassenbau.

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