Was passiert eigentlich in SPRINT, dem Beschleunigungsprogramm, mit dem die Flughafengesellschaft den BER baldmöglichst ans Netz bringen will? Kurz zusammengefasst: sehr viel. Hier sind alle Themen gebündelt, die bei der Fertigstellung und Eröffnung des BER eine Rolle spielen, angefangen von genehmigungsrechtlichen Fragen über noch notwendige Planungen und Bauarbeiten bis hin zu Systemtests, Probebetrieb, Umzug und den einzelnen Eröffnungsszenarien. Die Herausforderungen sind nach wie vor groß, insbesondere bei der Erstellung eines verlässlichen Zeitplans, womit wir uns in den nächsten Monaten vorrangig beschäftigen werden. Ein Blick über das BER-Gelände zeigt jedoch, wie SPRINT schon heute konkret wirkt (Teil 2 von 3).

 

Dies ist einer der rund 70.000 einzelnen Sprinklerköpfe, die vom System gezielt angesteuert werden müssen.

Dies ist einer der rund 70.000 einzelnen Sprinklerköpfe, die vom System gezielt angesteuert werden müssen.

Sprinkleranlage
Die Sprinkleranlage des BER hat sich mit ihren rund 70.000 einzelnen Sprinklerköpfen in der Praxis als zu schwer steuerbar und unzuverlässig erwiesen. Daher wurde schon vor Monaten die Entscheidung getroffen, das Konzept einer zentralen Sprinklerung zugunsten einer dezentralen, redundanten Sprinklerung mit drei Einzelkreisläufen aufzugeben. In SPRINT werden die dafür notwendigen Entscheidungen vorangetrieben. Der Standort für die separate Sprinkleranlage für das Nordpier ist gefunden, Planung und Bauvorbereitung sind gestartet. Der Standort für die Sprinkleranlage für das Pier Süd wird gerade festgelegt.

 

Übergeordnete Systeme, insbesondere BER-LAN
Beim BER-Probebetrieb Ende 2011 und Anfang 2012 tauchten immer wieder Störungen im Betriebsablauf durch Bautätigkeiten, aber auch aufgrund noch nicht fertiggestellter übergeordneter Systeme auf. In SPRINT konnte dieses Problem lokalisiert werden: Das BER-LAN, die Flughafen-Datenautobahn wies insbesondere bei Systemwechseln zu wenig Systemstabilität auf. Der aktuelle Stand: Die Anlage wird derzeit auf Herz und Nieren durchgecheckt. Sie soll in den nächsten Wochen fertiggestellt werden.

 

Zahlen, Daten, Fakten: Die Bestandsaufnahme ist eine wichtige Eingangsgröße für die anstehenden Restarbeiten.

Zahlen, Daten, Fakten: Die Bestandsaufnahme ist eine wichtige Eingangsgröße für die anstehenden Restarbeiten.

Bestandsaufnahme
Eine wichtige Eingangsgröße für die anstehenden Restarbeiten sind die Bestandsaufnahmen, die einen genauen Überblick über Baumängel und sonstige Versäumnisse liefern sollen. Die Bestandsaufnahme glich in den letzten Monaten häufig einer Sisyphusarbeit, Fehler wurden entdeckt und dokumentiert. Nun geht es im nächsten Schritt darum, die für die Inbetriebnahme relevanten Mängel auszumachen.

Veröffentlicht am: 05.09.2013
von in Flughafen BER
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gastautor

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Egal, ob freie oder ehemalige Mitarbeiter, Kollegen aus anderen Abteilungen, Freunde des Flughafens oder ‚Flinke Federn‘ im Allgemeinen – unter der Kennung "Gastautor" schreiben alle, die nur sporadisch über den BER bloggen. Neue Perspektiven und ungewöhnliche Geschichten liefern Abwechslung für den Blog.
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