Nein, dieses Mal bringt er keine Versorgungsgüter und Süßigkeiten mit und lässt auch sonst nichts auf die versammelte Menge am Flughafen Berlin-Schönefeld herab regnen. Trotzdem dürften sich alle Schaulustigen gefreut haben „ihren“ Rosinenbomber wieder in Berliner Gefilden begrüßen zu können. Ein ganz besonderer Anblick war es wohl für all jene Gäste, die den „echten“ Rosinenbomber noch aus Zeiten der Luftbrücke kennen. Vor ihrem Touchdown um 13:52 Uhr am Dienstag kreiste die Maschine vom Typ Douglas Corporation (kurz DC-3) noch einige Runden über dem Flughafen. So konnten Fans und Spotter die Maschine noch länger über dem südöstlichen Rand Berlins fliegen sehen.

 

Die neue und die alte Crew: Steffen Wardin und Frank Hellberg mit den englischen Piloten Kate Burnham und Jon Corley.

Zuvor hatte sie bereits 4:11 Stunden Flugzeit und 1178 Kilometer hinter sich, wobei sie vom englischen Coventry über den Ärmelkanal und Hannover bis nach Berlin flog. Nach dem Aufsetzen auf der Landebahn aus östlicher Richtung bei Westwind, rollte der Rosinenbomber mit der Kennung G-AMRA über den Taxiway ans Terminal und wurde vorher noch mit einer Wasserfontäne der Flughafenfeuerwehr begrüßt. Ein wunderbares Bild, die Maschine unter den Wasserstrahlen hindurch rollen zu sehen. Passagiere, die den Airport an diesem Tag nutzten, dürften vom Anblick der alten Maschine zwischen den modernen Boeing- und Airbusmaschinen, ihren vielen Fans und dem Medienaufgebot überrascht gewesen sein.

 

Die jetzt in Berlin gelandete DC-3 ist eine Frachtmaschine und war früher bereits für die amerikanische und kanadische Luftwaffe unterwegs. Außerdem war sie für die pazifische Flotte Australiens im Einsatz. Nach dem zweiten Weltkrieg unterstützte sie dann die Berliner Luftbrücke. Danach war sie wieder für Großbritannien im Einsatz. Danach gehörte sie privaten Eigentümern und machte unter anderem Rundflüge über die Normannischen Inseln und diente auch als Filmkulisse. Damit sie als Passagiermaschine zugelassen werden und wieder Fluggäste über Berlin fliegen kann, muss sie zunächst noch umgebaut werden. Das heißt, sie erhält beispielsweise die Sitze aus der alten Maschine, die im Sommer 2010 am Flughafen Berlin-Schönefeld notlanden musste.

 

Hierfür benötigt der Förderverein Rosinenbomber e. V. weiterhin Unterstützung. Für finanziellen Beistand wurde ein Spendenkonto eingerichtet:

 

Förderverein Rosinenbomber e.V.
Konto: 197 194 400
BLZ: 100 700 24
Deutsche Bank
IBAN: DE29 1007 0024 0197 1944 00
BIC (Swift – Code): DEUTDEDBBER

 

Fachliche Unterstützung und Sachleistung werden ebenfalls gern entgegen genommen. Auf seiner Seite www.rettet-den-rosinenbomber.de informiert der Verein umfangreich über die „Rettung“.

 

Übrigens war auch ein Vertreter der Britischen Botschaft mit vor Ort. Für ihn gehört das Andenken an die größte humanitäre Luftbrücke der Geschichte als ein Zeichen der Freundschaft zwischen Großbritannien und Deutschland nach Berlin.

 

2014, zum 65. Jahr der Luftbrücke, soll der restaurierte Rosinenbomber seine Fans wieder über Berlin fliegen können.

Veröffentlicht am: 31.07.2013
von gastautor in Flughäfen Schönefeld und Tegel, Ganz nah, ganz fern, Luftverkehr
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Egal, ob freie oder ehemalige Mitarbeiter, Kollegen aus anderen Abteilungen, Freunde des Flughafens oder ‚Flinke Federn‘ im Allgemeinen – unter der Kennung "Gastautor" schreiben alle, die nur sporadisch über den BER bloggen. Neue Perspektiven und ungewöhnliche Geschichten liefern Abwechslung für den Blog.
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