Für die Sicherheit an den Flughäfen in Deutschland ist die Bundespolizei verantwortlich. Auch in Berlin sorgen die Beamtinnen und Beamten in verschiedenen Bereichen in Schönefeld und Tegel dafür, dass die Luftsicherheit gewahrt bleibt. In SXF kümmern sich neben dem Flughafenpersonal 350 Bundespolizisten darum. Dabei gilt es, wie auch in TXL, Präsenz zu zeigen. Allein die Anwesenheit der Polizistinnen und Polizisten beugt eventuellen Verbrechen vor: Rund um die Uhr patrouillieren sie bewaffnet und deutlich sichtbar im Bereich des Flughafens. Ihre „Wache“ hat die Bundespolizei in Schönfeld im zweiten Obergeschoss in Terminal A. In Tegel sind die Beamten im Service-Center im Erdgeschoss des Terminals A zu finden.

 

Bei zehntausenden Fluggästen, die täglich die Terminals in Schönefeld und Tegel passieren, sowie hunderten Flügen, die an den beiden Airports starten und landen, spielt Sicherheit eine wichtige Rolle. Klar, dass die Kontrollen Zeit in Anspruch nehmen. Doch die allermeisten Passagiere haben dafür Verständnis. Denn Sicherheit geht vor und hat immer allerhöchste Priorität.

 

Manchmal sind es die Fluggäste selbst, die heikle Situationen verursachen. Werden bei der Sicherheitskontrolle gefährliche oder verbotene Gegenstände entdeckt, kümmert sich zunächst das Sicherheitspersonal um eine Nachkontrolle. Die Bundespolizei kann aber zu jeder Zeit hinzugezogen werden.

 

Gepäck oder andere Gegenstände, die unbeaufsichtigt auf dem Flughafengelände oder in den Terminals entdeckt werden, müssen gesondert behandelt werden. Zunächst muss geklärt werden, worum es sich bei dem Objekt handelt. Da bis zur endgültigen Entwarnung nie ganz ausgeschlossen werden kann, dass auch Sprengstoffe in einem herrenlosen Koffer sein könnte, zieht die Bundespolizei notfalls auch Experten hinzu. Diese entscheiden dann über die weitere Vorgehensweise. Wird kein Passagier ausfindig gemacht, dem das Gepäckstück zugeordnet werden kann, öffnen Roboter den Koffer noch an Ort und Stelle.

 

Aufgabe der Bundespolizeibeamten ist es auch, Kriminelle an der Aus- oder Einreise in den sogenannten Schengen-Raum zu hindern. Ist ein gültiges Visum vorhanden? Sind die Dokumente auch echt? Gehört der Pass auch tatsächlich der Person, die einreisen will? Die Männer und Frauen der Bundespolizei müssen ein geschultes Auge haben, um all diese Fragen zu beantworten. Spezielle Apparaturen, z.B. UV-Scanner können da behilflich sein. Ersetzen können sie die Beamten jedoch nicht.

 

Selbst schwere Geschütze werden regelmäßig aufgefahren: Ein gepanzertes Fahrzeug der Bundespolizei rückt auf dem Vorfeld in SXF an, wenn eine Maschine der israelischen Fluggesellschaft EL AL abgefertigt wird. Dann herrscht höchste Alarmstufe – selbst wenn keine konkrete Bedrohung vorliegt. Entspannung kehrt erst wieder in jenem Moment ein, wenn der EL AL-Jet von der Piste abhebt und sich auf den Weg zurück in Richtung östliches Mittelmeer macht.

 

 

 

Wer möchte, kann sich die Arbeit der Bundespolizei am Flughafen Berlin-Schönefeld auch in unserem YouTube-Video anschauen. Wir wünschen gute Unterhaltung und jederzeit einen sicheren Flug!


Veröffentlicht am: 19.04.2013
von in Flughäfen Schönefeld und Tegel, Luftverkehr
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gastautor

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Egal, ob freie oder ehemalige Mitarbeiter, Kollegen aus anderen Abteilungen, Freunde des Flughafens oder ‚Flinke Federn‘ im Allgemeinen – unter der Kennung "Gastautor" schreiben alle, die nur sporadisch über den BER bloggen. Neue Perspektiven und ungewöhnliche Geschichten liefern Abwechslung für den Blog.

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