von Eberhard Elie
Vor ein paar Jahren stand ich noch auf dem Standpunkt, dass sich nur Träumer und Romantiker die Toskana für die schönsten Wochen im Jahr aussuchen würden. Für mich waren in Italien der Garda See, der Lago Maggiore, der Comer See, Rom und Venedig die Favoriten. Dann hab ich dem Drängen meiner Frau nachgegeben und wir sind mit dem Auto über den Brenner nach Florenz und weiter in die Toskana nach San Gimignano gefahren. Das mit dem Auto war ziemlich stressig und ist auch schon einige Jahre her. Die Alternative ist das Flugzeug.
Zwischenzeitlich bin auch ich ein Träumer und Romantiker geworden. Die Toskana lässt einen nicht mehr los. Die Eindrücke sind einfach zu überwältigend: sanfte Hügellandschaften mit Zypressenalleen, fast unberührte mittelalterliche Dörfer und Städte, herrliche Thermalquellen, das einmalige warme Abendlicht, die herrlichen Sonnenuntergänge über den Weinbergen, das mediterrane Essen und die sonnengereiften Rotweine. Alles in gut zwei Stunden Flugzeit zu haben. Die Flüge mit easyjet nach Pisa sind per Internet schnell gebucht und auch der Mietwagen ist kein Problem.
Schwieriger ist dann schon die Suche nach der richtigen Unterkunft. Die Qual der Wahl eben. In der Nähe von Montalcino wurden wir fündig, auch wegen des weltbekannten Brunello. Das Weingut Podere Brizio ist umgeben von Weinbergen und einem atemberaubenden Blick in die Ferne. Wenn man dann abends bei angenehmen 20 Grad am Pool sitzt, dazu einen guten Tropfen Wein genießt, ein Stück Käse aus heimischer Produktion aufschneidet und einen Sonnenuntergang vom Feinsten erlebt, dann weiß man, dass man im Herzen der Toskana ist. Und nicht zu vergessen, die absolute Ruhe. Montalcino ist ein idealer Ausgangort für Fahrten nach Pienza, Montepulciano, Marina di Grosseto und natürlich nach Siena, dieser einmalig schönen, mittelalterlichen Stadt.
Wer sich für das Weingut Podere Brizio interessiert, der kann unter: www.residencebrizio.com nähere Informationen einholen. Empfehlenswert ist die große FeWo, da man von hier einen ungetrübten Blick über die Weite der Toskana hat. Noch ein paar kleine Tipps: Nach der Ankunft in Pisa sind wir gleich nach Lucca gefahren und haben dort einen entspannten Tag verbracht. Es bietet sich aber auch Florenz an. Den schiefen Turm von Pisa haben wir uns am Rückreisetag angesehen, aber den kannten wir ja schon. Am zweiten Tag sind wir dann quer durch die Toskana nach Montalcino gefahren; über Vinci, dem Geburtsort von Leonardo da Vinci, San Gimignano und Siena. Eine herrliche Fahrt voller Eindrücke. Nach gut zwei Wochen in den Weinberger weiß man: Die Toskana vermittelt einem unbewusst das Gefühl: Zeit zu haben zum Leben! Der Juni ist ein idealer Monat; noch nicht zu heiß, alles ist grün und auch die Zahl der Touristen hält sich in Grenzen.










