Berlin ist traditionell die Drehscheibe zwischen Ost und West. Am Potsdamer Platz stand die erste Verkehrsampel, in Berlin wurde die Lufthansa gegründet, es gab den Bruderkuss und berühmte Worte von Kennedy, Reagan, Ernst Reuter, Willy Brandt und vielen anderen. Seit der deutschen Wiedervereinigung geben sich Ost und West in Berlin wieder freimütig die Hand – und der neue Flughafen wird der Schlussstein der Deutschen Einheit.

 

Ab 3. Juni 2012 wird der neue Flughafen Berlin Brandenburg – ob unserer geografischen Lage – das neue Tor zum Osten. Das gilt sowohl für ferne Destinationen in Asien als auch für Ziele in Osteuropa. Die Flugzeit in Richtung Osten ist um ein bis zwei Stunden kürzer als von den etablierten Umsteigeflughäfen Frankfurt, Amsterdam oder London. Hier liegt einer unserer strategischen Vorteile, warum wir so optimistisch in die Zukunft und dabei vor allem in Richtung Osten schauen. Und die Zukunft beginnt einmal mehr bereits im hier und jetzt:

 

Gemeinsam mit unserem Partner airberlin haben wir heute im Rahmen der Tourismusmesse “Tour Salon” in Posen verkündet, dass ab Mai zweimal täglich am Tagesrand von Berlin aus die polnischen Städte Danzig und Krakau angeflogen werden – eine Vervielfachung der bisherigen Frequenzen. Weitere Flugverbindungen gibt es zudem nach Warschau (LOT) und Breslau (Jetair). Die neuen Frequenzen werden eingebunden in die wellenartigen Umsteigeknoten der airberlin – zunächst in Tegel, später am BER. Zahlreiche Anschlussflüge gibt es innerhalb Europas oder beispielsweise auch nach New York, Miami, Bangkok oder Dubai.

 

Passagiere aus Polen sind eine wichtige Zielgruppe für die Berliner Flughäfen – vor allem im Catchment. Bereits heute starten und landen mehr als eine Million Polen jährlich an den Berliner Flughäfen – Tendenz steigend. Gerade einmal 60 Kilometer sind es zur deutsch-polnischen Grenze, 150 Kilometer nach Stettin, 240 Kilometer nach Posen und 400 Kilometer nach Breslau. Schon heute verkehren 600 Busshuttles pro Woche zwischen diesen westpolnischen Metropolen und den Berliner Flughäfen.

 

Der BER wird der wichtigste Flughafen Westpolens. Wenn wir sagen, dass der BER eine Riesenchance für unsere Region ist, dann schließt das natürlich auch die Menschen jenseits der deutsch-polnischen Grenze mit ein. Wir nehmen im kommenden Jahr Europas modernsten Flughafen in Betrieb, und davon wird länderübergreifend profitiert. Neue Verbindungen in die ganze Welt, ein unverwechselbares Angebot aus Gastronomie, Shopping und Service sowie komfortables Reisen erleben die Passagiere am BER.

 

Und aus Westpolen kommt man bald noch schneller dorthin.

 

Im Zuge der Fußball-Europameisterschaft, die nur wenige Tage nach der BER-Inbetriebnahme unter anderem in neuen Stadien in Posen und Breslau stattfinden wird, investiert die polnische Regierung derzeit massiv in Infrastruktur. Die Fahrtzeit mit der Bahn von Berlin nach Posen hat sich bereits deutlich verkürzt, im Dezember wird die neue Autobahn zwischen beiden Städten fertiggestellt. Natürlich gibt es noch ordentlich Nachholbedarf bei der Infrastrukturentwicklung. So dauert es mit der Bahn nach Breslau länger als vor 50 Jahren. Aber: Wir sind auf einem guten Weg und der Investitionsbedarf ist erkannt.

 

Für mich war der Kurztrip nach Posen mit unserer Pressekonferenz auf jeden Fall wieder mal eine sehr positive Erfahrung – der BER wird auch dort als Riesenchance verstanden und nicht als übermächtige Konkurrenz für den dortigen Regionalflughafen! An die guten Gespräche und die positive Resonanz werden wir anknüpfen und den Dialog u.a. mit Reiseveranstaltern, Journalisten und Wirtschaftsvertretern jenseits der Grenze weiter pflegen!

 

Der BER wird der neue Flughafen in der Mitte Europas – ein grenzüberschreitendes Zukunftsprojekt.

 

 

von Leif Erichsen in Berliner Flughäfen, Flughafen BER
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Leif Erichsen

Leif Erichsen

Leif Erichsen ist Pressesprecher beim Flughafen Berlin Brandenburg. Er kümmert sich tagtäglich vor allem um die beiden Bestandflughäfen Tegel und Schönefeld – bekämpft Vulkan-Aschewolken oder beseitigt Schneemassen. Regelmäßig führt er Journalisten über die Baustelle des BER. Gerne hat er aber auch sein Ohr an den Branchenthemen bei den Unternehmen, den Verbänden und der (Luft-) Verkehrspolitik im Bund und in Europa. Er begleitet und kommentiert die neuesten Entwicklungen und Gerüchte.
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